Gehaltszettel des Bayern-Stars im Internet

Fall Benatia: Ab wann mache ich mich strafbar?

München - Der Gehaltszettel von Bayerns Medhi Benatia rauschte durch das Netz. Sowohl im Internet, als auch bei "WhatsApp" wurden die privaten Daten verschickt. Wir haben mit der Polizei gesprochen.

Dieses Foto (ohne schwarze Balken) von Medhi Benatias Gehaltsabrechnung kursiert derzeit bei WhatsApp.

Der Fall Medhi Benatia und dessen bei WhatsApp veröffentlichtem Gehaltszettel beschäftigt zurzeit nicht nur die Medien, auch die Polizei ermittelt gegen den noch unbekannten Täter. Dieser hatte ein Foto von Medhi Benatias Gehaltszettel in seinem Wagen gemacht. Sämtliche Informationen wie Kontonummer, Steuer-ID, genaues Netto- und Bruttogehalt und auch die Privatadresse des marokkanischen Kapitäns sind darauf zu erkennen. Über den Nachrichtendienst "WhatsApp" wurde das Foto verschickt und landete auch im Internet. "Noch laufen die Ermittlungen. "Solange können wir nichts sagen", erklärt Polizeisprecher Wolfgang Behr.

Wer macht sich strafbar?

Die Weitergabe von persönlichen Daten ist immer eine heikle Sache. So wird auch im Fall Medhi Benatia nun wegen des Verstoßes gegen das Datenschutz-Gesetz ermittelt.

Der Haupttäter ist in diesem Fall klar: Derjenige, der das Foto aufgenommen und es dann weitergeschickt hat. Hierbei handelt es sich bereits um eine Straftat. Doch was geschieht, wenn man das Foto geschickt bekommt? Ist alleine der Besitz solcher Daten oder Bilder schon strafbar, muss es sofort bei der Polizei gemeldet und der Informant sogar angeschwärzt werden?

Polizeisprecher Wolfgang Behr bringt Klarheit: "Der Besitz des Fotos ist nicht strafbar und es besteht auch keine Meldepflicht für den Empfänger bei der Polizei."

Von einer Weiterverbreitung rät der Polizeisprecher jedoch ab: "Damit begibt man sich in den Bereich einer Ordnungswidrigkeit und könnte eine Strafe bekommen. Daher lautet unser Rat ganz klar: Das Bild auf keinen Fall weiterschicken, damit befindet man sich auf der sicheren Seite."

Wer das Bild von Benatias Gehaltszettel oder andere private Daten erhält, sollte diese daher auf keinen Fall verbreiten. Damit spart man sich eine Menge Ärger. 

mko

Rubriklistenbild: © afp

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