Bayern-Dribbler gibt sich kämpferisch

Ribéry: "Bin überzeugt, der Alte werden zu können"

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Franck Ribéry hofft bald wieder auf dem Platz stehen zu können.

München - Franck Ribéry fehlt dem FC Bayern auch zum Auftakt der Rückrunde. Aber der 32-Jährige gibt sich weiter kämpferisch und freut sich schon jetzt auf Carlo Ancelotti.

Franck Ribéry macht wieder einmal das, was er so gar nicht mag. Er verbringt seine Zeit im Kraftraum, beim Physiotherapeuten oder bei langweiligen Läufen um den Platz. Doch die erneute Leidenszeit des 32 Jahre alten Franzosen vom FC Bayern scheint bald beendet zu sein. Ab Februar rechnet Trainer Pep Guardiola wieder mit seinem Offensivspieler.

Doch welche Rolle der lange Zeit verletzte Ribéry beim Rekordmeister nach seiner Rückkehr spielen wird, ist offen. Es gibt Zweifel, ob der anfällige Franzose wieder zu alter Klasse findet. Zudem wurde Ribéry in der Hinrunde von den Zugängen Douglas Costa und Kingsley Coman glänzend ersetzt. Dass Guardiola und Ribéry kein besonders inniges Verhältnis pflegen, kommt erschwerend hinzu.

Ribéry gibt sich kämpferisch

Ribéry gibt sich aber kämpferisch. „Ich bin überzeugt, noch einmal der alte Ribéry werden zu können. In der Rückrunde geht es um alles, in diesen Spielen will ich dabei sein“, sagte er unlängst der Sport Bild.

Sollten in Ribéry, Coman, Costa und Arjen Robben tatsächlich alle Flügelspieler zur Verfügung stehen, hätte Guardiola die Qual der Wahl. Klar ist, dass der Bayern-Coach auf seiner Abschiedstournee keine Kompromisse eingehen wird. Heißt: Entweder erreicht Ribéry wieder sein höchstes Level - oder er ist raus.

Vielleicht auch deshalb baute Ribéry schon einmal vor und lobte den neuen Trainer Carlo Ancelotti in höchsten Tönen. „Er wollte mich 2009 nach Chelsea holen, das heißt, dass er mich als Spieler mag. Das ist super. Ich denke, Ancelotti ist ein toller Trainer und Mensch“, betonte der Franzose. Er habe zudem gehört, „dass er zu seinen Spielern einen sehr guten Kontakt hat. Genau diese Art von Trainer tut mir gut“, fügte er vieldeutig an.

Zukunftsmusik! Die Gegenwart bedeutet für Ribéry wieder einmal Reha, nachdem er sich im zweiten Spiel nach seinem Comeback im Dezember in Zagreb einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen hatte. Zuvor war er knapp neun Monate wegen einer hartnäckigen Entzündung am Sprunggelenk ausgefallen. Anstatt in der Rückrunde von Beginn an wieder angreifen zu können und das zu machen, „was ich so liebe“, muss sich Ribéry erneut in Geduld üben.

Karriereende noch kein Thema

Immerhin verkündete der 32-Jährige zu Beginn der Woche, dass er sich „gut“ fühle. „Es ist sehr kalt, aber ich freue mich, wenn ich in Fußballschuhen auf dem Platz sein kann“, teilte er via Bayern-Homepage mit. Überstürzen mag er nach dem jüngsten Rückschlag nichts. „Der Muskel ist schon wieder sehr gut. Aber wir wollen kein Risiko eingehen. Nicht zu schnell!“, sagte Ribéry. „Bald“ wolle er wieder Sprints absolvieren, danach erste Übungen mit Ball machen.

Mit dem Ende seiner Karriere habe er sich trotz der schweren Monate zuletzt „nie“ beschäftigt, unterstrich er: Die Situation sei aber schon „brutal“ gewesen. „Wenn ich im Stadion war, habe ich mich natürlich gefreut, wenn die Mannschaft gut gespielt und gewonnen hat - das geht aber nur drei, vier Spiele lang so. Wenn man neun Monate lang von der Tribüne aus zusehen muss, tut das weh. Das war kein Spaß.“ Genauso wenig, wie einsam seine Runden zu drehen.

sid

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