Taktik-Kniff

Alonso: So wurden die Ballermänner ausgebremst

FC Bayern München Borussia Dortmund
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Xabi Alonso gegen Julian Weigl.

Dortmund - Mit einem Taktik-Kniff nahm Xabi Alsonso im Spiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund Aubameyang, Reus & Co. aus der Partie.

Im Alter braucht es eben die ein oder andere Verschnaufpause. Xabi Alonso ist 34 Jahre alt, hat für Real Madrid und den FC Liverpool gespielt und alles gewonnen, was man als Fußballer nur gewinnen kann. Beim 2:2 in Turin und dem 1:2 gegen Mainz war der Spanier aber nicht im Kader. Angeschlagen? Gar gesperrt? Mitnichten. Pep Guardiola verordnete ihm schlichtweg ein Päuschen, um in Dortmund wieder auf einen fitten Alonso bauen zu können.

Und wie fit er war – frag nach bei Matthias Sammer. „Wir haben es nicht das ganze Spiel geschafft und haben im Aufbauspiel leichte Fehler gemacht“, so der Sportvorstand der Münchner. „Darauf haben die Dortmunder gewartet mit ihrer Flexibilität. Wir hatten dann aber einen großen Vorteil, nämlich die Ballsicherheit von Xabi Alonso. Jedes Mal, wenn er vor der Abwehrreihe in Ballbesitz kam, ist Ruhe ins Spiel gekommen. Und in dem Moment, wo wir die Bälle dort nicht verloren haben, haben wir das Spiel kontrolliert.“ Dem hatte Pep nichts hinzuzufügen. Kaum trat Alonso frisch geduscht aus der Kabine, umarmte Guardiola seinen Spielgestalter.

Dabei hatte es der Veteran in den Reihen des FC Bayern vor allem zu Beginn der Partie nicht immer leicht. „In der Abwehr haben sie zwischen einer Dreier- und Fünferkette gewechselt, die Außenverteidiger standen dabei sehr breit“, beschrieb Alonso die Dortmunder Taktik. „Ich habe danach quasi als eine Art Libero gespielt und mich nach vorn eingeschaltet, wodurch wir das Geschehen auf dem Platz besser kontrollieren konnten.“ Das Problem: Durch die hohen Außen sowie Mchitarjan, Reus und Aubameyang gerieten die Roten zu Beginn des Spiels hinten oftmals in Unterzahl. Alonso: „Wir durften keine Situationen zulassen, in denen unsere vier Abwehrspielern von fünf Spielern angerannt werden. Daher haben wir umgestellt, und als wir auch noch besser angegriffen haben, hatten wir es dann ganz im Griff.“

Und zwar so sehr, dass Dortmunds Top-Scorer Aubameyang (22 Tore) so gut wie kaltgestellt wurde. Eine Mannschaftsleistung, wie Alonso hervorhebt. „Wir haben das Hinspiel zwar 5:1 gewonnen, damals war der Unterschied auf dem Platz aber nicht so groß“, so der Welt- und Europameister. „Nach den ersten zehn Minuten mussten wir uns anpassen, auch weil sie ihren Stil verändert hatten. Kaum haben wir dann aber auch umgestellt, haben die Dinge wieder funktioniert. Wir haben kontrolliert, sind zu unseren Chancen gekommen und das Wichtigste: Wir haben sie nicht in die Tiefe starten lassen, das gefällt ihnen ja am meisten.“ Und zum Schluss noch eine Weisheit aus dem Hause Alonso: „Wir hätten gewinnen können, aber wenn du dann doch nicht gewinnst, ist es wichtig, nicht zu verlieren.“

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lop

José Carlos Menzel López

José Carlos Menzel López

E-Mail:carlos.menzel-lopez@tz.de

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