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FC Bayern gegen Gladbach: Wo waren die deutschen Spieler?

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Die Bayern im Spiel gegen Gladbach: Von links Thiago, Xabi Alsono, Arturo Vidal, Javi Martinez, Douglas Costa und Rafinha.

München - Der FC Bayern München besiegt Borussia Mönchengladbach – mit nur einem deutschen Feldspieler in der Startelf.

Rosenheim statt Rio – nach diesem Credo will der FC Bayern künftig vorgehen, um wieder vermehrt eigene Talente an die Profimannschaft heranzuführen. Im Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach war der FCB allerdings deutlich „out of Rosenheim“. Mit Mats Hummels stand lediglich ein deutscher Feldspieler in der Startelf des deutschen Rekordmeisters – wenn man Rafinha trotz deutschen Passes als Brasilianer zählt. Kapitän Lahm war gar nicht erst im Kader. Müller, Kimmich und Boateng nahmen auf der Bank Platz. Das blieb auch Manuel Neuer nicht verborgen. „Auf dem Platz habe ich kurz überlegt, welcher Deutsche überhaupt spielt“, gestand der FCB-Keeper nach dem Spiel. Gegen Gladbach standen drei Spanier, drei Südamerikaner, ein Österreicher, ein Pole und ein Holländer auf dem Platz.

Die Münchner dominieren mit ihren vielen internationalen Stars seit Jahren die Bundesliga und gehören in Europa zu den absoluten Spitzen-Klubs. Angesichts der vielen Stars haben es Eigengewächse beim FCB aber schwer. Darum müsse der FC Bayern in Sachen Nachwuchsarbeit künftig die Zügel anziehen, weil man künftig verstärkt Spieler wieder selber ausbilden wolle.

„Ab Juni 2017 haben wir ein neues Nachwuchsleistungszentrum und das werden wir auch konsequent nutzen, aber auf einem moralisch anderen Weg als in England“, kündigt der Vorstandsvorsitzende an. Karl-Heinz Rummenigge hatte den englischen Klubs bei den Transfers von Minderjährigen „Kidnapping“ vorgeworfen. „Ich will ja keinen anklagen, aber wir haben alle im Fußball eine Moral zu vertreten. Dementsprechend werden wir das in München anders machen als die Kollegen in England“, sagt der Bayern-Boss.

Rummenigge will vermehrt regionale Talente zum FC Bayern holen

Rummenigge meint damit, vermehrt regionale Talente ins Münchner Nachwuchsleistungszentrum zu lotsen. Ein Name, der in diesem Zusammenhang immer wieder auftaucht, ist der von Julian Weigl. Er wechselte direkt vor den Augen des FCB aus München nach Dortmund. Dort hat er es mittlerweile bis zum Nationalspieler geschafft und gilt als eine der größten deutschen Nachwuchs-Hoffnungen. Top-Klubs wie Real Madrid oder Manchester City sollen bereits an ihm interessiert sein. „Wenn der FC Bayern einen Spieler von 1860 München holt, dann ist das immer ein großes Lamento. Das hat hier vielleicht auch eine Rolle gespielt“, anwortete Rummenigge auf die Nachfrage, warum der FCB Weigl nicht verpflichtet habe. Und was sagt Weigl selbst zu den Worten von Rummenigge? Die tz hat beim BVB-Juwel nachgefragt: „Davon habe ich gehört. Ich kann nur sagen, dass ich überglücklich bin, so wie alles gekommen ist!“ Der FCB hatte Weigl als 14-jährigen Spieler des TSV 1860 Rosenheim nach einem Probetraining abgelehnt…

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: „Beim FC Bayern fehlt die Geduld mit Talenten!“

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