So erlebte Guardiola das Aus gegen Atlético

Enttäuschter Pep: Nach Schlusspfiff sagte er "Ich liebe dich"

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Hängende Schultern bei Pep Guardiola.

München - Als der Schlusspfiff im Spiel gegen Atlético Madrid ertönte, war Bayern-Trainer Pep Guardiola die innerliche Leere förmlich anzusehen. Trost fand der Katalane nur für einen winzigen Augenblick.

Der Fernsehsender "Sky" hatte keine Mühen gescheut vor dem Halbfinal-Rückspiel des FC Bayern in der Champions League gegen Atlético Madrid. Angesichts der Tatsache, dass den Münchnern das Aus drohte und Pep Guardiola somit sein letztes internationales Spiel in der Allianz Arena erleben könnte, positionierte der Sender eine "Pep-Cam", die den Star-Coach während der 90 Minuten permanent im Visier hatte.

Tatsächlich offenbarte die Dauerbeobachtung des Trainers interessante Einblicke. Besonders emotional reagierte Pep natürlich bei den beiden Toren der Bayern sowie beim gehaltenen Elfmeter von Manuel Neuer kurz vor Schluss. Nach dem 1:0 durch Xabi Alonso suchte Guardiola den Blickkontakt mit seiner Frau Cristina auf der Tribüne und schickte lächelnd eine Kusshand nach oben. Beim Treffer zum 2:1 durch Robert Lewandowski platzte es aus ihm förmlich heraus: Die Fäuste ballend jubelte Pep für einen Moment an der Außenlinie, ehe er sofort wieder Anweisungen aufs Spielfeld schickte. Als Manuel Neuer den Elfmeter von Fernando Torres parierte, freute sich Guardiola nur kurz. Stattdessen ging's schnurstracks auf den Schiedsrichter-Assistenten zu, der auf Grund der Fehlentscheidung des Schiedsrichters vor dem Strafstoß (das Foul war bekanntlich klar außerhalb des Sechzehners) eine Schimpftirade zu hören bekam.

Bayern-Aus in der Champions League: Ein Einser, drei Zweier

Die Nackenschläge in Form des vergebenen Elfmeters von Thomas Müller und das Gegentor von Antoine Griezmann dagegen beobachtete Pep Guardiola stoisch, beinahe in Schockstarre. Die totale Leere stand ihm dann vor allem nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben. Verloren verweilte er in der Coaching Zone, ging drei bis vier Schritte auf und ab und drehte sich erneut in Richtung seiner Frau auf der Tribüne. Wieder gab es eine Kusshand, dazu für einen kurzen Moment ein Lächeln. Und an Peps Lippen war abzulesen, wie er ein leises "Te amo" (Ich liebe dich) an seine Gattin schickte. Dann wandte er sich ab, seine Gesichtszüge verfinsterten sich, er lief zum Shakehands mit Atlético-Trainer Diego Simeone, ehe er in den Katakomben der Allianz Arena verschwand. Zum vorletzten Mal. Das Heimspiel gegen Hannover 96 am 34. Bundesliga-Spieltag wird sein letztes als Bayern-Trainer sein. 

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"Guardiola versagt in seiner Mission": Pressestimmen zum Halbfinale

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