Pressekonferenz im Wortlaut

"Er half mir in schlechten Momenten": Mega-Lob von Pep für Lahm

+
Inniges Verhältnis: Pep Guardiola (l.) und Philipp Lahm.

München - Nach dem Pokalsieg des FC Bayern gab Pep Guardiola Einblicke in sein Innenleben: die Pressekonferenz aus Berlin im Wortlaut.

Pep Guardiola, was ging, was geht in Ihnen nach dem DFB-Pokalsieg in ihrem letzten Spiel mit Bayern München vor?

Pep Guardiola: Die Spieler sind die wichtigsten Personen. Sie haben den Sieg verdient. Es war eine Riesenehre für mich, hier zu sein - nicht nur bei Bayern München, sondern in Deutschland. Ich war glücklich, dass sie mich angerufen haben, es war die richtige Entscheidung, herzukommen und diesen Wahnsinnsverein zu trainieren.

Wie sehen Sie die Zukunft dieser, Ihrer Mannschaft?

Guardiola: Bayern München ist mit diesen Spielern in den richtigen Händen, sie haben Enthusiasmus und Charakter. Der BVB hatte seine Momente, aber wir hatten mehr. In der Verlängerung waren beide Mannschaften müde, und Elfmeter sind Elfmeter, das kannst du nicht kontrollieren.

Sie waren danach ungewohnt emotional. War das Freude - oder abfallender Druck?

Guardiola: Die letzten fünf Monate waren nicht einfach. Was die Leute gesagt haben, bevor ich meine Entscheidung für Manchester getroffen habe, war komplett etwas anderes als das, was sie danach gesagt haben. Das habe ich nicht verstanden. Aber ich bin Pep, ich will immer den Fokus auf das nächste Spiel - und das haben wir geschafft. Titel sind Titel, sie machen zufrieden, aber mit diesen Spielern zu arbeiten, jeden Tag, das war eine große Erfahrung für mich.

Sieben Jahre Trainer, 21 Titel - wie ist das möglich?

Guardiola: 21 Titel in drei Jahren, drei Titel pro Jahr - das ist nicht schlecht. Aber ich hatte Glück, weil ich Bayern München und den FC Barcelona trainieren durfte, beide Vereine sind überragend. Sie haben Spieler, die dir helfen, das Beste zu tun. Aber meine Bilanz in Deutschland - das sind nicht nur Titel. Es war auch das Leben in Deutschland, die Bundesliga, die immer vollen Stadien - alles war sehr, sehr gut.

Wird es für Sie bei ManCity einfacher?

Guardiola: Ich weiß nicht, ich hoffe. Aber aus diesem Grund gehe ich nicht nach England. Es ist schwieriger, weil es mehr Spiele sind. Ich muss so bald wie möglich die Premier League verstehen und die Spielweise interpretieren, einen guten Kader organisieren und arbeiten. Wir werden alles probieren, wie wir es hier gemacht haben.

 

Kapitän Philipp Lahm hat Ihnen bei der Siegerehrung den Pokal überlassen. Was bedeutete Ihnen diese Geste?

Guardiola: Titel sind Nummern. Wenn ich am Ende nach Hause gehe, schaue ich nicht auf Titel, sondern auf das, was ich erlebt habe. Aber zu Philipp hatte ich immer ein sehr gutes, persönliches Verhältnis. Er hat mir von Anfang an immer geholfen, auch in schlechten Momenten. Er ist der erste Rechtsverteidiger, den ich gesehen habe, der von da unsere Spielweise beeinflusst hat. Ich verstehe nicht, warum er nie als bester Bundesligaspieler nominiert wurde. Ich habe nie ein schlechtes Spiel von Philipp gesehen. Ich danke Philipp für diesen Moment, er wird immer speziell sein für mich in meinem Leben. Er ist eine absolute Legende von diesem wunderbaren Verein. Er ist auf dem Niveau von Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Uli Hoeneß oder Karl-Heinz Rummenigge.

WhatsApp-News zum FC Bayern gratis aufs Handy: tz.de bietet einen besonderen Service für FCB-Fans an. Sie bekommen regelmäßig die neuesten Nachrichten zu den Roten direkt per WhatsApp auf Ihr Smartphone. Und das kostenlos: Hier anmelden!

aufgezeichnet bei der Pressekonferenz von Marco Mader (SID)

sid

auch interessant

Meistgelesen

Griezmann und Bayern: Kommt es zum Transfer-Hammer?
Griezmann und Bayern: Kommt es zum Transfer-Hammer?
Das sagt Lewandowski über seine neue Freistoß-Gabe
Das sagt Lewandowski über seine neue Freistoß-Gabe
FC Bayern legt den Fokus jetzt voll auf die Liga
FC Bayern legt den Fokus jetzt voll auf die Liga
So endete FC Bayern gegen Atletico Madrid
So endete FC Bayern gegen Atletico Madrid

Kommentare