Remis im Topspiel

FC Bayern hält den BVB auf Distanz

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Keinen Sieger gab es im Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern.

Dortmund - Der FC Bayern und Borussia Dortmund liefern sich ein intensives Topspiel. Mit dem Unentschieden bleibt der Vorsprung der Münchner unverändert. Arturo Vidal verzweifelt am BVB-Keeper.

Bayern München hat Verfolger Borussia Dortmund auf Distanz gehalten, eine Vorentscheidung auf dem Weg zum historischen vierten Meistertitel in Folge aber verpasst. Der deutsche Rekordmeister kam trotz der besseren Möglichkeiten im Bundesliga-Topspiel beim BVB zu einem 0:0 und geht bei noch neun ausstehenden Spielen mit fünf Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen in den Saisonendspurt.

„Ein gerechtes Unentschieden, wir hatten mehr Anteile und mehr Chancen. Es treffen zwei Spitzenmannschaften aufeinander, es hätte auch 2:2 ausgehen können“, sagte Bayerns Kapitän Philipp Lahm bei Sky. „Für die Zuschauer ein intensives und gutes Fußballspiel. Wir haben unsere fünf Punkte gehalten. Wir wollten gewinnen, das hat man gesehen. Es ist noch ein langer Weg, aber wir haben es in eigener Hand.“

Müller: "Wir stehen unter Druck"

Dortmunds Erik Durm ergänzte: „Wir mussten defensiv viel arbeiten, das Unentschieden ist okay.“ Weltmeister Thomas Müller betonte: „Angefühlt hat es sich, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit klar im Griff hatten. Es war ein intensives 0:0, mit einem Chancenplus für uns. Dafür können wir uns aber nichts kaufen. Ich hätte gerne unsere Bemühungen mit einem Sieg belohnt gesehen. Es bleibt spannend, wir stehen unter Druck.“

Dortmund ist damit in der Liga im eigenen Stadion seit elf Monaten (0:1 gegen Bayern) ungeschlagen, verpasste aber den elften Sieg im zwölften Heimspiel in der laufenden Saison. „Das ist das beste Spiel, das ich diese Saison gesehen habe“, sagte Bundestrainer Joachim Löw in der Halbzeitpause bei Sky.

Im Gegensatz zur 1:2-Heimniederlage gegen Mainz kehrten bei den Bayern Kapitän Philipp Lahm, Thomas Müller, Xabi Alonso, Douglas Costa und Joshua Kimmich in die Startelf zurück. Thomas Tuchel veränderte sein Team gegenüber dem 2:0-Erfolg in Darmstadt auf sechs Positionen. Roman Bürki stand nach überstandener Erkrankung wieder im Tor, in der Offensive setzte der BVB-Coach wieder auf Marco Reus und Henrikh Mkhitaryan.

Müller lässt Bürki-Patzer ungenutzt

Im seit Monaten mit 81.359 Zuschauern ausverkauften Signal Iduna Park hätte sich die Rückkehr von Bürki nach fünf Minuten fast negativ für den Gastgeber ausgewirkt. Nach einer missglückten Faustabwehr des Schweizers vergab Weltmeister Müller aber die große Chance zur frühen Führung der Gäste.

Die Bayern warfen in der Folge ihre Kombinationsmaschine an, der BVB lauerte auf Konter - fast mit Erfolg. Pierre-Emerick Aubameyang lief Kimmich davon, doch Nationaltorhüter Manuel Neuer parierte den Schuss von Afrikas Fußballer des Jahres. Die Partie blieb intensiv und temporeich, taktisch und technisch auf hohem Niveau. Kimmich rettete in höchster Not gegen Reus (27.), auf der anderen Seite scheiterte Costa freistehend an Bürki (28.).

Intensives Duell auf Augenhöhe

Die Bayern wirkten nach dem überraschenden Patzer alles andere als verunsichert, Dortmund war äußerst zweikampf- und laufstark. Arjen Robben, der bei jedem Ballkontakt gnadenlos ausgepfiffen wurde, verfehlte kurz vor der Pause die Führung mit einem Schuss aus rund 18 Metern nur knapp (43.).

Nach dem Wechsel nahm die Partie sofort wieder Fahrt auf, im Gegensatz zum 5:1-Erfolg der Münchner im Hinspiel war es ein Duell auf Augenhöhe. BVB-Torjäger Aubameyang scheiterte an Neuer (51.), auf der anderen Seite köpfte Arturo Vidal vorbei (55.).

Die Gäste blieben am Drücker und gaben sich mit dem Unentschieden nicht zufrieden. Robben verpasste die Führung aber knapp (59.).

Vidal knallt die Kugel an die Latte

Trotz Möglichkeiten auf beiden Seiten gingen die Abwehrreihen äußerst konzentriert zur Sache. Robert Lewandowski war zwar bemüht, hatte gegen seine ehemaligen Teamkollegen Mats Hummels und Sven Bender in der Dortmunder Innenverteidigung aber einen schweren Stand.

Gefährlich wurden die Bayern meist, wenn Vidal mit in den Strafraum rückte. Einen Schuss des Chilenen lenkte Bürki mit den Fingerspitzen noch an die Latte (64.). Aubameyang vergab für den BVB unterdessen auch seine dritte Möglichkeit (66.).

SID

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