Stichelei wegen Hummels-Zitat

Watzke-Breitseite gegen Hoeneß: "Bei Bayern offenbar umstritten"

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Hans-Joachim "Aki" Watzke und Uli Hoeneß (r.).

München - War das wirklich nötig, Herr Watzke? Der BVB-Boss hat in Sachen Hummels-Transfer eine Spitze in Richtung FC Bayern geschossen. Ziel seiner Stichelei: Uli Hoeneß.

Echte Freunde werden die beiden wohl nicht mehr: Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat in der Diskussion um einen möglichen Transfer von BVB-Kapitän Mats Hummels zum FC Bayern einen kleinen Giftpfeil in Richtung München geschossen. Ziel seines Verbalangriffs: Uli Hoeneß.

Watzke über Uli Hoeneß: "Umstrittene Personalie"

Der Dortmunder Boss kommt nach den Aussagen des Ex-Präsidenten des FC Bayern zu dem Schluss, dass Hoeneß beim Rekordmeister nicht mehr außerhalb jeglicher Kritik steht. "Man hat da gemerkt, dass er innerhalb des FC Bayern offenbar eine umstrittene Personalie ist, denn die Reaktion von Karl-Heinz Rummenigge war schon krass und hat auch gezeigt, dass es ihm wichtig war, mal klarzustellen, wer der Chef ist", sagte Watzke im Interview mit der BVB-Fanpage schwatzgelb.de. Zuvor hatte Watzke Hoeneß bereits als Edel-Fan tituliert, der aktuell keine offizielle Position beim FC Bayern einnehme.

Uli Hoeneß hatte sich vergangene Woche zum Hummels Transfer folgendermaßen geäußert: "Offensichtlich ist es im Falle von Mats so, dass es sein Wunsch ist, nach München zu kommen. Ich meine, wenn einer an die Tür klopft, dann wird der FC Bayern schlecht beraten sein, die Tür nicht aufzumachen."

Hummels-Aussage: Rummenigge pfeift Uli Hoeneß zurück

Damit lag Hoeneß ziemlich weit entfernt von der offiziell von beiden Klubs verbreiteten Linie und wurde prompt vom FCB-Vorstandsvorsitzenden Rummenigge zurückgepfiffen: "Der Uli hat sich da auf eine Frage etwas missverständlich ausgedrückt. Fakt ist, dass schon der FC Bayern bei Mats Hummels an die Tür geklopft hat und nicht umgekehrt." Ob Hoeneß damit den Transfer ins Wanken brachte?

Insgesamt bewertet Watzke die Gespräche mit dem FC Bayern in Sachen Mats Hummels aber als korrekt und fair, bislang sei alles sehr sauber gelaufen: "Mats war immer ehrlich und im Gegensatz zu früheren Zeiten, wo die Bayern sich ja gar nicht gemeldet haben, haben sie sich diesmal auch gemeldet", so der BVB-Boss.

Watzke: Geld entscheidet nicht über Hummels-Transfer zum FC Bayern

Watzke stellt auch klar, dass Geld nicht der ausschlaggebende Faktor sei, falls sich Hummels für einen Wechsel nach München entscheide. "Wir haben sehr häufig gesprochen und ich weiß ganz genau, dass sein absolut vorherrschendes Motiv die Rückkehr in seine Heimatstadt wäre. Die Entscheidung hatte nichts mit wirtschaftlichen Gründen zu tun, der FC Bayern bietet ihm da nichts, was wir ihm nicht auch bieten könnten."

Eine konkrete Antwort, wie wahrscheinlich ein Verbleib Hummels' in Dortmund ist, kann oder will der BVB-Geschäftsführer aber nicht abgeben: "Ich weiß es nicht. Mats war von Anfang an immer offen – und ich war offen zu ihm. Mats kennt genau die Forderungen, die wir an Bayern München gestellt haben, das war auch ganz klar mit ihm kommuniziert. Momentan ist der Transfer nicht vollzogen."

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

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