Bayern-Star kündigt „diebisches Grinsen“ an

Hummels: „Ich habe wohl meinen Intimfeind gefunden“

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Mats Hummels, hier beim Pokalspiel gegen Augsburg.

Nach zwei Lehrstunden des FC Bayern atmen die Augsburger tief durch. Beim nächsten Derby treffen sie auf einen ganz anderen Gegner. Mats Hummels hat einen neuen „Intimfeind“.

 Wenigstens ein Augsburger durfte sich nach der nächsten Bayern-Lehrstunde über den Erfolg in einem Privatduell fühlen. „Ich habe anscheinend meinen Intimfeind gefunden“, meinte Münchens Innenverteidiger Mats Hummels, nachdem er FCA-Keeper Marwin Hitz wieder nicht überwinden konnte. Beim 1:3 (0:2) der Schwaben am Samstag gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister bewahrte der Schweizer Schlussmann sein Team unter anderem bei zwei Kopfbällen des Fußball-Weltmeisters (69./72.) vor einer noch höheren Niederlage. Schon beim 1:3 im Pokal in München hatte Hitz mit einer Glanzparade kurz vor der Pause ein Tor von Hummels verhindert.

„Wenn ich irgendwann mal treffen sollte gegen ihn, werde ich ihn auf jeden Fall diebisch angrinsen danach“, sagte Hummels. Sein Gegenüber konnte sich für den kleinen Prestigeerfolg gegen Bayerns Abwehrass natürlich nichts kaufen. „Wenn man gegen Bayern spielt, braucht man auch Glück, dass sie ihre Chancen nicht nutzen. Leider haben sie ihre ersten beiden Möglichkeiten eiskalt reingemacht“, haderte Hitz, der bei allen drei Gegentoren machtlos war.

Es war einfach viel zu wenig, was die Augsburger vor 30 660 Zuschauern in ihrer ausverkauften Arena boten. Hinten anfällig, vorne ohne etliche verletzte Offensivakteure harmlos, dazu wenig aggressiv in den Zweikämpfen - da hatte es der FCA den Bayern bei vergangenen Auftritten schon deutlich schwerer gemacht. „Wir haben eine Mannschaft von Bayern mit noch besserer Qualität gesehen als wir es am Mittwoch erleben mussten“, bilanzierte Trainer Dirk Schuster. „Aber wir haben auch nach dem 0:3 weiter Gas gegeben und uns nicht abschlachten lassen. Es kann auch ganz schnell 0:4, 0:5 oder 0:6 ausgehen.“

Zwei Einser! Bayern lässt Augsburg wieder kaum Chancen

Der von Manager Stefan Reuter schon in München vermisste Mumm war aber auch vor heimischer Kulisse nicht zu erkennen. „Die Bayern bestrafen jeden Fehler eiskalt. Sie haben eine Wahnsinnsqualität und sind eine Liga für sich“, sagte Reuter. Fortwährend hob er die „Weltklasse“ der Spieler seines früheren Clubs hervor.

Robert Lewandowski (19./48. Minute) beendete mit einem Doppelpack seine fünf Ligaspiele lange Torflaute, Arjen Robben (21.) steuerte das 0:3 bei. Ja-Cheol Koo (67. Minute) sorgte nach seinen 1010 Bundesliga-Minuten mit Ladehemmung wenigstens für den Ehrentreffer.

„Wir müssen jetzt nach vorne schauen, denn nächsten Samstag haben wir ein wichtiges Spiel in Ingolstadt vor uns. Wir müssen schauen, dass wir mindestens den Abstand halten“, sagte Mittelfeldakteur Daniel Baier mit Blick auf die Partie gegen die sechs Punkte hinter Augsburg rangierenden Oberbayern. „Wir müssen uns ausruhen und die Lehren ziehen.“ Anschauungsmaterial lieferten die zwei Bayern-Partien.

dpa

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