Italienische Medien berichten von Hammer-Angebot

Legt Bayern für ihn 80 Millionen auf den Tisch?

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Stürmt er ab Sommer für den FC Bayern? Paulo Dybala von Juventus Turin.

München - Wie mehrere ausländische Sportzeitungen berichten, steht Paulo Dybala von Juventus Turin auf dem Wunschzettel von Carlo Ancelotti. Doch was ist wirklich dran an diesem Transfer-Gerücht?

Bahnt sich im Sommer ein spektakulärer Transfer beim FC Bayern an? Wie die spanische Sportzeitung Sport und die italienische Gazzetta dello Sport berichten, sind die Münchner am 22-jährigen Paulo Dybala von Juventus Turin interessiert. Doch was steckt wirklich hinter den Gerüchten? 

Ancelotti macht Dybala Bayern schmackhaft

Nachdem feststeht, dass Carlo Ancelotti den scheidenden Pep Guardiola beim FC Bayern als Trainer beerbt, wird vermutet, dass er einen namhaften Spieler aus Italien mitbringen wird. Laut spanischen und italienischen Medien soll dies der Argentinier Dybala sein. Allerdings wäre er alles andere als ein Schnäppchen. 80 Millionen Euro würde der argentinische Stürmer kosten, der auch die italienische und die polnische Staatsbürgerschaft besitzt. Denn er kam erst im Sommer 2015 für 32 Millionen vom US Palermo. Sein momentaner Marktwert liegt bei 36 Millionen Euro. Und Juve wird nach Arturo Vidal und Kingsley Coman nicht noch einen Spieler für relativ wenig Geld nach München ziehen lassen. Ancelotti soll Dybala bereits einen Wechsel nach München nahe gelegt haben. 

Braucht Bayern noch einen Stürmer? Ist der Wechsel realistisch?

Mit Robert Lewandowski und Thomas Müller hat der FC Bayern bereits zwei nominelle und, viel wichtiger, verletzungsresistente Stürmer. Doch wie Müller ist Dybala relativ variabel und auch als hängende Spitze oder als Rechtsaußen einsetzbar. Damit würde die Konkurrenz im offensiven Mittelfeld weiter wachsen. 

Doch ist so ein Mega-Transfer überhaupt realistisch? Ja und Nein. Paulo Dybala spielt eine sehr starke Saison, ist zweitbester Torjäger der italienischen Serie A und absoluter Leistungsträger in Turin. Einen Vertrag besitzt er noch bis 2020, somit müssten die Bayern einiges an Überzeugungsarbeit und vor allem an Geld aufbringen, um den 22-jährigen von Juventus loszueisen. 

Ein Wechsel würde auch fast nur Sinn ergeben, wenn ein Offensiv-Spieler die Bayern verlässt. Am ehesten könnte dies aktuell auf Robert Lewandowski zutreffen. Seit wenigen Wochen hält sich das Gerücht, dass Real Madrid an Bayerns Tormaschine sehr interessiert ist. Auch der Pole wäre einem Wechsel zu den Königlichen wohl nicht abgeneigt. Um dies zu verhindern, will der FC Bayern seinen Top-Stürmer nun fürstlich entlohnen. 18 Millionen Euro Jahresgehalt soll Lewandowski für eine Vertragsverlängerung in München erhalten. Sollte er verlängern, wäre wohl der Wechsel von Dybala höchst unrealistisch.

Auch ein eventueller Transfer von Javier Hernandez, besser bekannt als Chicharito, von Bayer Leverkusen wäre damit vom Tisch. Auch er soll sich auf der Wunschliste von Carlo Ancelotti befinden. 

Barcelona steigt in den Poker mit ein

Allerdings ist Dybala auch bei anderen europäischen Top-Vereinen heiß begehrt. Laut dem spanischen Journalisten Eduardo Inda ist auch der FC Barcelona hinter dem Argentinier her und will die Konkurrenz mit einem noch höheren Gebot ausstechen. In einer spanischen Fernsehsendung meinte Inda: „Barcelona hat 100 Millionen für Dybala geboten.“ Das wären noch einmal 20 Millionen mehr, als Juve für seinen Top-Torjäger verlangt. Diese Summe wäre wohl auch dem FC Bayern endgültig zu hoch. 

Fazit: Nur bei einem Abgang Lewandowskis zu Real Madrid wäre eine Verpflichtung von Paulo Dybala sowohl sinnvoll als auch realistisch. Sollte Lewandowski in München bleiben, ist es kaum vorstellbar, dass Bayern eine derart astronomische Summe für einen Ersatzmann bezahlt. Zudem weil auch Barca um den jungen Stürmer buhlt.

Tobias Roth

Tobias Roth

E-Mail:info@merkur.de

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