Coach schließt Zusammenarbeit aus

Jürgen Klopp: Warum ich nicht zum FC Bayern wechseln kann

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Jürgen Klopps Herz schlägt aktuell für den FC Liverpool.

München - Warum sollten der derzeit bekannteste deutsche Trainer und der erfolgreichste Klub der Bundesliga nicht zusammen arbeiten? Jürgen Klopp erklärt, warum für ihn die Tür beim FC Bayern wohl für immer geschlossen bleibt.

Es war im Mai des vergangenen Jahres, als Franz Beckenbauer das aussprach, was viele Fußballfans in Deutschland dachten. "Ich denke, dass wir Jürgen Klopp irgendwann mal beim FC Bayern sehen werden", orakelte der "Kaiser" zum Abschluss der Saison 2014/15, als Klopp nach acht Jahren in Dortmund seinen Abschied vom BVB zelebrierte. Lediglich der Zeitpunkt sei noch offen, so Beckenbauer, "er muss dann frei sein und auch bereit sein, so eine Herausforderung anzunehmen".

Damals ging es um eine mögliche Nachfolge von Pep Guardiola. Zu dem Zeitpunkt war noch unklar, ob der Katalane sein Engagement beim Rekordmeister ausdehnt oder nach drei Jahren den FC Bayern wieder verlässt.

Klopp: "Auszuschließen, zum FC Bayern zu gehen, ist relativ schwachsinnig"

Inzwischen ist klar, dass Guardiola im Sommer zu Manchester City weiterzieht und Carlo Ancelotti ihn als Trainer an der Säbener Straße beerbt. Und Klopp mischt bekanntermaßen seit vergangenem Oktober mit dem FC Liverpool die Premier League auf.

Dennoch will der emotionale und kumpelhafte Coach nicht ausschließen, dass es irgendwann zu einer Zusammenarbeit kommen könnte. "Als Fußballer auszuschließen, zum FC Bayern zu gehen, ist relativ schwachsinnig", sagte der 48-Jährige in einem Interview des Fußballmagazins 11Freunde. Bis 2018 steht Klopp bei den "Reds" an der Anfield Road noch unter Vertrag.

Klopp: "Bayern hat verloren? Ha ha!"

Allerdings räumt Klopp im gleichen Interview ein: "Die Bayern-Tür habe ich mir ja selber zugedonnert." Warum? Die Antwort liefert Klopp: "Ich habe neulich vor laufender Kamera lauthals gelacht, als ich gehört hatte, dass Bayern gegen Mainz verloren hat. Es war zwar die Freude über den Mainzer Erfolg, aber das Video sieht nach reiner Schadenfreude aus, und das ist nicht geradezurücken."

Der Coach spricht einen Moment vom 2. März 2016 an, als er mit dem FC Liverpool gerade 3:0 gegen Manchester City gewonnen hatte. Zeitgleich hatte Klopps Ex-Verein Mainz 05 sehr überraschend drei Punkte aus der Allianz Arena entführt. Ein englischer TV-Reporter fragte Klopp, ob er vom Spielausgang in München gehört habe - worauf der Trainer in schallendes Gelächter ausbrach.

Kaum vorstellbar allerdings, dass sich in zwei Jahren, wenn Klopps aktueller Kontrakt in Liverpool ausläuft, sich tatsächlich noch jemand an dieser Szene stoßen würde. Was viel eher gegen eine Zusammenarbeit zwischen Klopp und Bayern spricht: Dem Kult-Coach gefällt es beim Kultverein Liverpool ziemlich gut: "Nach einem halben Jahr kann ich sagen, dass es wirklich cool wäre, wenn wir hier etwas länger machen könnten. Der Verein hat ein paar Probleme, die nicht unlösbar sind, denn es gibt eine ganz tolle Basis."

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

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