Dreifach-Torschütze sammelt Punkte

Green: "Will in der ersten Mannschaft meinen Weg gehen"

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Erfolgserlebnis: Julian Green (r.) erzielte einen Dreierpack.

Charlotte - Julian Green war beim Bayern-Sieg über Inter Mailans "Man of the match" für Karl-Heinz Rummenigge. Er wählt freiwillig den steinigen Weg - und sammelt gute Argumente.

Green hinter den Ohren? Aber nicht doch! Neben dem Platz ist Bayern-Ami Julian Green während der USA-Reise des FC Bayern ohnehin schon der Star, beim 4:1-Spaziergang des Rekordmeisters gegen Inter war der 21-Jährige es aber auch auf dem Platz. Drei Kisten schenkte der US-Nationalspieler den Italienern ein, lediglich das zwischenzeitliche 2:0 von Franck Ribéry war Greens lupenreinem Hattrick im Weg. „Man of the match“ befand auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und sorgte damit für ein Lächeln bei Green. Zu Recht.

„Ich freue mich, drei Tore sind immer etwas Besonderes. Dass es hier in Amerika war, ist natürlich umso schöner“, so der Goalgetter, fügte dann aber mit ernster Stimme an: „Ich bin Stürmer, da ist das meine Aufgabe.“ Sah auch Carlo Ancelotti so, der den Torschützen bei der anschließenden PK eindringlich lobte. „Wir haben vier Tore erzielt und uns im Sechzehner sehr gut bewegt“, so der Mister der Münchner. „Die Mannschaft hat ein gutes Angriffsspiel aufgezogen und Julian war bereit, um zu vollenden.“ Dreimal sogar.

Julian Green: "Will in der ersten Mannschaft meinen Weg gehen"

Bei den drei Toren handelt es sich auch um drei Argumente, die jenen Wunsch untermauern sollen, den Green seit Beginn des USA-Trips immer und immer wieder äußerte. So auch am Samstag. „Ich habe vergangenes Jahr mehr in der zweiten Mannschaft gespielt. Nach dem Jahr beim HSV war das auch wichtig für mich, um Spielpraxis zu sammeln. Dieses Jahr will ich aber nicht mehr in der zweiten Mannschaft spielen, sondern in der ersten meinen Weg gehen. Ich weiß, dass der steinig und hart ist, aber ich werde hart dafür arbeiten.“

Ancelotti jedenfalls scheint angetan vom Willen des US-Amerikaners, der aufgrund seines Tores im Achtelfinale der WM 2014 gegen Belgien auch in den Staaten zum Star wurde. Carletto sieht ihn wie jeden anderen Spieler auch und wird ihm demnach dieselbe Chance auf einen Stammplatz geben wie dem Rest der Mannschaft. „Er ist bei uns, trainiert bei uns und wird daher auch die Gelegenheit bekommen, von Beginn aufzulaufen und zu spielen“, so Ancelotti. „Er ist bereit zu spielen, denn er verbessert sich und arbeitet gut. Nur so kann er bei uns bleiben.“ Das Problem heißt aber: Robert Lewandowski. Mit dem Polen verfügt der Rekordmeister über den aktuell weltbesten Neuner der Welt, weshalb sich Green auch weiterhin mit Spielzeit schwertun dürfte. Dass die Münchner aber außer Lewy keinen weiteren Mittelstürmer im Kader haben, kommt Green wiederum zugute. Sollte der beste Torjäger der vergangenen Bundesliga-Saison also mal ausfallen oder Schonung benötigen, ist das Greens Gelegenheit. Er will sie nutzen. Und bis dahin im Training „so viel wie nur möglich“ von Lewandowski lernen.

José Carlos Menzel López

Der Ticker zur USA-Reise des FC Bayern

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