Ex-Löwe fiebert Topspiel entgegen

Weigl im Interview: „Mats weiß, dass Rückkehr nicht einfach ist“

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Dortmunder mit Münchner Vergangenheit: BVB-Profi Julian Weigl entstammt der Talentschmiede der Löwen.

Dortmund - Für jeden Dortmunder sind Spiele gegen den FC Bayern etwas Besonderes. Für Julian Weigl gilt das als Ex-Löwen besonders. Der Youngster spricht im Interview über die Brisanz.

Für BVB-Juwel Julian Weigl steht am Samstag die dritte Bundesliga­partie gegen den FC Bayern (18.30 Uhr/ hier gibt es den Live-Ticker für BVB-Fans und für FCB-Fans) an. Im tz-Interview spricht der 21-Jährige über die Besonderheit des deutschen Clásicos, Scherze mit Mats Hummels und den rasanten Aufstieg von ihm und Joshua Kimmich

Herr Weigl, im letzten tz-Interview haben Sie gesagt, Sie hätten nichts gegen Ihr erstes Bundesliga-Tor. Jetzt haben Sie in der Champions League getroffen. Schlimm?

Weigl: Überhaupt nicht (lacht). Für sein erstes Profi-Tor kann man sich schlechtere Spiele aussuchen als eines in der Königsklasse. Natürlich hätte ich nichts dagegen, auch in der Bundesliga irgendwann mal zu treffen!

Vielleicht ja schon im Spitzenspiel gegen Bayern?

Weigl: Das wäre ein Traum! Aber mein Hauptaugenmerk liegt jetzt nicht darauf.

Es ist jetzt Ihre dritte Liga-Partie gegen den FCB. Gehen Sie anders in die Partie als vergangene Saison?

Weigl: Ich gehe schon cooler an die Sache ran als bei meinem ersten Spiel gegen Bayern. Das war für mich damals eine besondere Situation, weil das Spiel in der Allianz Arena stattfand und ich dort ja sonst für die Löwen aufgelaufen bin. Wenn du als Dortmunder zum Topspiel nach München fährst, ist das aber noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

Am Ende gewann der FCB mit 5:1…

Weigl: Da haben wir in der zweiten Hälfte eine kleine Lehrstunde bekommen. Daraus haben wir aber viel gelernt.

Haben Sie noch Erinnerungen an frühere Duelle?

Weigl: Ich kann mich noch gut an das Spiel erinnern, als BVB-Stürmer Jan Koller ins Tor musste. Da war ich sieben Jahre alt. So richtig bewusst habe ich Duelle der beiden Mannschaften erst ab der Dortmunder Meister-Saison 2010/2011 beobachtet. Da habe ich genau auf die Spielweise geachtet. Dann erinnere ich mich natürlich noch an das Champions-League-Finale 2013, das der BVB leider verloren hat.

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Wie sind Sie aktuell mit der Leistung des BVB zufrieden?

Weigl: Wir hatten einige Schwankungen. Das alles hatte sicher auch damit zu tun, dass in der Spitze elf Spieler gleichzeitig verletzt ausgefallen sind. Wir benötigen einfach noch etwas Zeit, weil wir sehr viele junge Spieler im Team haben. Trotzdem sind wir noch gut dabei und werden unsere Punkte sammeln.

Gegen Bayern?

Weigl: Das Spiel ist für uns ein absoluter Höhepunkt! Gegen die Bayern bei uns zu Hause - etwas Schöneres gibt es nicht! Mit so einem Spiel kann man auch eine Euphorie auslösen.

Hat der BVB vor den Bayern unter Ancelotti weniger Angst als unter Guardiola?

Weigl: Sie haben ihren Spielstil schon ein Stück weit verändert und interpretieren das System anders. Trotzdem haben sie unheimlich große Qualität im Kader. Ich würde die Bayern nicht schlechter einschätzen als im vergangenen Jahr. Aber wir haben im Supercup ja schon gezeigt, dass wir ihnen die Stirn bieten können und dass sie auch Schwächen haben.

Haben Sie mit Ihrem Kumpel Mats Hummels während der DFB-Reise über das Spiel gesprochen?

Weigl: Weil er nur eine Halbzeit gegen Italien gespielt hat, habe ich ihn schon gefragt, ob er sich schon für uns am Samstag schonen muss - natürlich scherzhaft. Aber das Spiel war jetzt nicht das Hauptthema bei der Nationalmannschaft.

Für Hummels ist es wieder ein besonderes Spiel…

Weigl: Mats hat im Supercup schon gesehen, dass es für ihn nicht einfach ist, in den Signal-Iduna-Park zurückzukehren.

Einem anderen DFB-Kumpel werden Sie wohl im Mittelfeld begegnen. Wie häufig haben sie Kontakt mit Joshua Kimmich?

Weigl: Regelmäßig. Wir schreiben uns auch zwischen den Länderspielreisen. Oder wenn er mal wieder geknipst hat. Das tut er in dieser Saison ganz schön oft, dementsprechend häufig melde ich mich bei ihm (lacht). Aber er hat sich auch für mich über mein CL-Tor gefreut.

Haben Sie auch gemeinsam auf das Jahr 2016 zurückgeblickt?

Weigl: Darüber sprechen wir immer wieder mal. Vor allem, wenn wir bedenken, dass wir vor zwei Jahren noch in der Allianz Arena gegeneinander gespielt haben - aber in der 2. Liga mit 1860 München gegen RB Leipzig. Es ist schon krass, wie rasant sich für uns beide alles entwickelt hat. Ich gönne ihm das total. Trotzdem wird es am Samstag keine Freundschaften auf dem Platz geben!

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Interview: Manuel Bonke

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