Klub-Boss vor USA-Reise

Rummenigge erklärt die Zukunft des FC Bayern

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Karl-Heinz Rummenigge.

München - Vor der USA-Reise der Bayern spricht der Klub-Boss über die Ziele in Übersee, die fehlenden Nationalspieler und die erste Saison unter Ancelotti.

"Die EM-Spieler sind mental kaputt." Was Karl-Heinz Rummenigge vor wenigen Tagen gegenüber Sport1 preisgab, ließ schon aufhorchen. Deshalb werden sie nicht mit in die Vereinigten Staaten fliegen, sondern haben von ihrem neuen Trainer Carlo Ancelotti einen verlängerten Urlaub erhalten. Die Kräftespeicher sollen aufgefüllt werden.

Während sich also Thomas Müller, Manuel Neuer und Co. nach wie vor erholen können, brechen ihre Teamkollegen am heutigen Montag in die USA auf. Eine Marketingreise wie vor zwei Jahren. Demselben Sportportal erläuterte Rummenigge nun seine Pläne: "Als wir vor zwei Jahren da waren, hatten wir genau neun Fanklubs. Jetzt sind es 100. Es wird jetzt viel drumherum gestrickt." Man werde analog dasselbe in China, genauer in Shanghai machen. "Wir sind grundsätzlich auf einem guten Weg. Dementsprechend werden die USA in den nächsten Jahren für uns viel Bedeutung haben." Und dann redet er schon wie ein Politiker: Die Internationalisierung des FC Bayern sei "alternativlos", sagt er.

"Amerikaner stehen auf solche Events"

In 37 der 50 US-Bundesstaten sind die Bayern mittlerweile mit Fanklubs vertreten. Geht es nach Rummenigge und dem Verein soll bald jeder Stern der amerikanischen Flagge mit einem FCB-Fanklub besetzt sein. Sponsorentermine in Chicago, Charlotte oder New York stehen an, dazu Testspiele gegen die europäischen Elite bestehend aus AC Mailand, Inter Mailand und Real Madrid. Der Fußball soll in den Staaten künftig Football, Baseball, Basketball und Eishockey Konkurrenz machen können. Immerhin: Das Real-Spiel im Met Life Stadium ist nahezu ausverkauft. 

Und Rummenigge glaubt: "Dass es Testspiele ohne die Nationalspieler sind, die bei der EM waren, ist sekundär. Entscheidend ist, dass solche Spiele dort in Amerika stattfinden. Die Amerikaner stehen auf solche Events."

Champions League: "Luft sehr dünn"

Dann aber kommt er auch auf den sportlichen Aspekt für die anstehende Bundesligasaison unter Ancelotti zu sprechen. Vom Triple will er nichts wissen. Er sagt: Ich bin der Meinung, dass es einen Titel gibt, den du - ich würde nicht sagen organisieren - aber rational erreichen kannst, weil er einfach die Ehrlichkeit hat. Das ist die Deutsche Meisterschaft. Sobald man in die K.o.-Phase der Champions League kommt, wird die Luft sehr dünn."

Ancelotti, so Rummenigge, sei zwar sehr ehrgeizig. "Aber man sollte die Dinge nicht von Anfang an zu hoch hängen. Die Hürde ist hoch genug beim FC Bayern, wir sollten sie nicht künstlich noch höher setzen." Den EM-Fahrern ist das vermutlich sehr recht.

mke

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