"Wollen Fans mehr miteinbeziehen"

Rummenigge kündigt neue Ticketbörse an

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Karl-Heinz Rummenigge (l.) mit Uli Hoeneß

München - Fernab vom Tagesgeschäft hat sich Karl-Heinz Rummenigge zur Zukunft des europäischen Fußballs geäußert - und dabei auch eine neue Ticketbörse für Bayern-Fans angekündigt.

Tickets für FC-Bayern-Spiele sind alles andere als leicht zu bekommen. Für die DFB-Pokal-Begegnung gegen Hannover gab es kurzfristig noch Karten, die Bundesliga-Partien hingegen sind lange im Voraus ausverkauft. Gleiches gilt natürlich für die Champions-League-Partien.

Wer auf offiziellem Weg an Karten kommen will, muss auf die Ticket-Börse Viagogo ausweichen, mit der auch der Rekordmeister kooperiert. Der Anbieter ist nicht nur bei vielen Fans der Münchner unbeliebt, sondern auch bei Anhängern anderer Vereine. Der FC Bayern will nun neue Wege gehen, wie Karl-Heinz Rummenigge in einer Presserunde ankündigte. "Die Basis von jedem Verein sind die Anhänger", so der Vorstandsboss laut Kicker. "Wir müssen also versuchen, sie zufriedenzustellen. In der Vergangenheit hatten wir auch Probleme, aber aktuell sind wir auf einem guten Weg, und wir versuchen, die Fans mehr mit einzubeziehen. Wir versuchen deshalb, nächste Saison eine eigene Ticketbörse mit den Fans zu organisieren, um faire und akzeptable Ticketpreise zu garantieren."

Die besten Fan-Choreos der Bayern

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Rummenigge ist nicht nur in einer führenden Position beim FC Bayern, sondern auch bei der europäischen Klubvereinigung ECA. Deswegen sprach der 58-Jährige bei dem Termin auch über die großen Themen des Fußballs wie Financial Fairplay. Nach Rummenigges Ansicht geben die Vereine zu viel Geld aus - auch seiner. "Jeder von uns, und da beziehe ich Bayern ausdrücklich mit ein, jeder von uns gibt zu viel Geld aus. Zwischen 60 und 63 Prozent aller Profiklubs schreiben mittlerweile rote Zahlen." Rummenigges Appell: "Nächste Saison wird die UEFA ernsthaft das FFP (Financial Fairplay, Anm. d. Red) starten. Ich hoffe, dass der Verband das durchzieht." Er hofft auf die UEFA, aber auch auf eine Sensibilität für eventuelle Sonderfälle oder Hilfestellungen.

Rummenigge zeigt sich stolz auf das in München Geleistete: "Wir sind hier bei Bayern sehr glücklich über unsere Unabhängigkeit. Natürlich haben wir ein teures Team, aber wir können das zu 100 Prozent refinanzieren", so der Vorstandsboss, der darauf verweist, dass der Verein "zum 16. Mal in Folge profitabel gearbeitet" habe.

Dass möglicherweise an einer Revolution im europäischen Klubfußball gearbeitet wird, dementiert Rummenigge klar. "Der Galatasaray-Präsident hat vor ein paar Wochen angedeutet, dass sich die Top-Klubs eventuell selbständig machen wollten, aber das ist falsch. Wir haben so was nie diskutiert."

lin

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