Erste Auszüge aus dem Merkur-Interview

Rummenigge über Transfers: "Wir sind dem Markt voraus gewesen"

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Karl-Heinz Rummenigge.

München - Karl-Heinz Rummenigge hat dem Münchner Merkur ein großes Interview gegeben. Hier lesen Sie vorab die ersten Auszüge.

Karl-Heinz Rummenigge über ...

... den durch die Premier League befeuerten Transfermakt: Man muss sich den Dingen stellen und seine Philosophie unter Umständen anpassen. Das ist uns dieses Jahr gut gelungen. Wir sind dem Markt voraus gewesen. Als zum Beispiel Renato Sanches bei der EM bekannt wurde, hatte er bei uns schon unterschrieben. Den haben wir geholt, da haben die anderen gerade ihren Urlaub geplant. Wichtig war auch, unsere zentralen Spieler mit langfristigen Verträgen auszustatten. Als Zeichen an alle Interessenten: Bei uns ist nichts zu holen.

... 35-Millionen-Zugang Renato Sanches – und die Zweifel an seinem Alter: Das ist wahnsinnig viel Geld. Aber ich habe mich mit Carlo Ancelotti bereits im März hingesetzt. Wir waren uns einig: Dieser Spieler ist uns das Risiko wert. Bei der EM hat man jetzt schon gesehen, was für eine enorme Kraft er mitbringt, und was für eine Persönlichkeit da auf dem Platz steht – mit 18! Wir haben das Alter geprüft. Es gibt Dokumente wie die Geburtsurkunde, es gibt Fotos, Videos. Der Junge hat mit 16 einfach einen enormen körperlichen Schub gemacht. Und wahrscheinlich auch im Fitnesscenter gepumpt. Aber dass er 18 ist, daran besteht kein Zweifel.

... die Kontaktaufnahme zu Carlo Ancelotti: Ein Mittagessen bei einem Freund. Die Sache war binnen fünf Minuten erledigt. Er wusste, dass wir keine ManCity-Tarife zahlen, das war ihm aber auch gar nicht wichtig. Er wollte zu uns, wir wollten ihn, das ist das ganze Geheimnis.

... den drohenden Verlust der Identifikationsfiguren nach einem Rücktritt von Lahm, Robben, Ribéry: Wir haben zum Beispiel Mats Hummels geholt, um dem entgegenzuwirken. Mats hat seine Wurzeln hier und eine Persönlichkeit, um Zeichen zu setzen. Jerome Boateng hat sich in der Hinsicht auch zu einem Aushängeschild entwickelt. Manuel Neuer ist eine Identifikationsfigur. Bei Lahms Abschied 2018 wird ein Vakuum entstehen. Aber eines, das gefüllt wird.

... Ribérys auslaufenden Vertrag: Bei ihm ist es wie bei Robben, sie haben einen tollen Stellenwert bei den Fans, und ich weiß auch, wer das Tor im Finale von Wembley geschossen, wer es vorbereitet hat. Wir sind da nicht vergesslich. Ich habe beiden Burschen gesagt, sie müssen sich noch ein paar Monate gedulden. Dann werden wir seriöse Gespräche führen.

... FIFA-Chef Gianni Infantino: Ich habe ihn zwei, drei Mal getroffen und ihm genau das gesagt, was ich Ihnen sage: „Gianni – wir brauchen wieder mehr Fußball! Weniger Politik!“ Ich bin nicht naiv. Ich weiß schon auch, dass so eine WM-Aufstockung mit Wahlversprechen in Asien oder Afrika zu tun hat. Aber ich sage ganz klar: Das kann nicht der Preis sein. Es ist natürlich ein schwieriger Prozess. Infantino hat eine sehr schwierige Aufgabe, die Fifa wieder auf Kurs zu bringen. Dabei muss man ihn unterstützen.

Interview: Andreas Werner

Das komplette Interview lesen Sie in der Montagsausgabe des Münchner Merkur sowie ab Montag, 10 Uhr, auch auf Merkur.de.

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