Gründe, die gegen einen Transfer sprechen

Götze von Bayern zurück nach Dortmund? Der BVB zweifelt

Mario Götze kommt beim FC Bayern in den wichtigen Spielen nicht über den Status als Ersatzspieler hinaus.

München - Über die Zukunft von Mario Götze wird viel spekuliert. Bleibt er beim FC Bayern? Verlässt er vorzeitig den Rekordmeister? Kehrt er gar an seine alte Wirkungsstätte Dortmund zurück? Offenbar will der BVB das aber gar nicht.

Mit jedem 90-Minuten-Einsatz auf der Bank des FC Bayern wird ein Abgang von Mario Götze im Sommer konkreter. Auch im Champions-League-Halbfinale gegen Atlético Madrid verzichtete Trainer Pep Guardiola auf die Dienste des Offensivkünstlers. Mehr als ein Logenplatz war nicht drin für den 23-jährigen Supertechniker.

Mario Götze: Vor möglichem Wechsel steht Gespräch mit Ancelotti

Klar ist: Würde Pep im Sommer nicht zu Manchester City verschwinden, Götze würde dem FC Bayern vermutlich selbst Geld bezahlen, um den Rekordmeister ein Jahr vor dem Auslaufen seines Vertrags verlassen zu dürfen. Wie die Sport Bild berichtet, hat der Finaltorschütze der WM 2014 in Brasilien aber noch keine konkrete Entscheidung getroffen, wie es für ihn weitergeht.

Mit Carlo Ancelotti kommt bekanntlich ein neuer Coach an die Säbener Straße, mit diesem will sich Götze erst besprechen, bevor er über einen Abschied aus München nachdenkt. Zudem konzentriert sich der prominente Bankdrücker zunächst voll auf die Europameisterschaft in Frankreich.

Tauschgeschäft zwischen Bayern und BVB mit Götze und Mats Hummels ist kein Thema

Mögliche Abnehmer für den Angreifer gäbe es reihenweise. Ganz oben auf der Liste: der FC Liverpool mit Götzes Ex-Coach Jürgen Klopp. Und natürlich Borussia Dortmund, der Verein, bei dem Götze der Durchbruch gelang und von dem er 2013 zum FCB wechselte.

Zuletzt wurde sogar spekuliert, dass Götze Teil eines Tauschgeschäfts werden könnte: Die Bayern haben dem BVB ein Angebot für Mats Hummels gemacht und würden den Dortmunder Kapitän gerne im Sommer in die Isarmetropole locken. Im Gegenzug, so die Überlegung, könnte man Götze in Richtung Ruhrpott ziehen lassen, in Verbindung mit einer stattlichen finanziellen Entschädigung für den BVB.

Abgesehen davon, der FC Bayern sich noch nie auf ein Tauschgeschäft eingelassen hat, müsste Borussia Dortmund für einen solchen Deal auch ernsthaft an einer Rückkehr Götzes interessiert sein. Und laut Informationen der Sport Bild gibt es rund um den Signal Iduna Park einige Bedenkenträger, die sich fragen ob eine solche Aktion überhaupt Sinn ergeben würde. Neben den Fans, die einem Comeback des von einigen als "Judas" verschrienen Dribblers äußerst kritisch gegenüberstehen, haben offenbar auch die sportlich Verantwortlichen Zweifel, allen voran Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Thomas Tuchel.

Drei Gründe sprechen gegen Götze-Rückkehr von Bayern zu Dortmund

Wie in München auch besteht in Dortmund ein Überangebot an qualitativ hochwertigen Spielern für den offensiven Mittelfeldbereich: Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan, Shinji Kagawa, Gonazalo Castro, dazu die hochbegabten Nachwuchskräfte Christian Pulisic und Felix Passlack. Und für die kommende Saison hat der BVB bereits weiter kräftig im Angriff ausgebaut: Von Stade Rennes kommt Supertalent Ousmane Dembélé, dazu wurde mit Mikel Merino von Osasuna ein weiterer Mann fürs Mittelfeld verpflichtet. Selbst wenn der umworbene Mkhitaryan im Sommer den Ruhrklub wie Ilkay Gündogan verlassen sollte - wo soll Götze da überhaupt noch Platz finden?

Ein weiterer Grund, warum Tuchel und Zorc nicht zu 100 Prozent von einem Götze-Comeback beim BVB überzeugt sind: In der jüngeren Vergangenheit haben solche Rückholaktionen eher schlecht als recht funktioniert. Shinji Kagawa, der nach zwei Jahren bei Manchester United zurückkam, und Nuri Sahin, der zweieinhalb Jahre bei Real Madrid und in Liverpool sein Glück suchte und nicht fand, konnten nach ihrer Rückkehr (noch?) nicht an ihre alten Glanzzeiten im schwarz-gelben Trikot anknüpfen. Die BVB-Bosse zweifeln, ob Götze sein altes Niveau wieder erreichen kann.

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Und zu guter Letzt fahndet die Borussia für die kommende Saison eigentlich nach Profis, die auf dem Platz vorangehen und in kritischen Situationen den mentalen Unterschied ausmachen können. Das dramatische und nach wie vor kaum begreifbare Aus in der Europa League gegen Liverpool hat die Macher bestärkt, nach "Kriegern auf dem Platz" Ausschau zu halten. In diese Kategorie Spieler fällt Mario Götze selbst bei wohlwollender Beurteilung nicht.

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