Plaudern mit den Ex-Kollegen

Hummels war eine halbe Stunde lang in BVB-Kabine

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Mats Hummels (Mitte) an alter Wirkungsstätte.

Dortmund - Echte Liebe? Diese Zeiten sind in Dortmund jetzt vorbei – zumindest für Mats Hummels! Das bekam der FCB-Neuzugang bei seiner Rückkehr nach Dortmund gleich bei seiner ersten Ballberührung zu spüren. Doch es gab auch freudige Begegnungen.

Jedes Mal, wenn der Ex-BVB-Spieler während des Supercups den Ball am Fuß hatte, hagelte ein grelles Pfeifkonzert inklusive Buhrufen auf ihn ein. Im Gegenzug feierten die BVB-Anhänger jeden Fehlpass von Hummels mit höhnischem Freudengelächter.

Solche Unsicherheiten unterliefen Hummels bei seinem ersten Pflichtspiel als Bayern-Spieler ungewohnt häufig. Alleine in der ersten Hälfte hätte der FCB durch zwei Stellungsfehler von Hummels in Rückstand gehen können. Doch Manuel Neuer rettete beide Male mit starken Reflexen. In der zweiten Hälfte spielte der Innenverteidiger gewohnt sicher. Sein Kopfball nach einem Eckstoß von Thiago ermöglichte Thomas Müller erst, zum 2:0 Endstand abzustauben. Zuvor brachte Arturo Vidal den FCB in Führung. Und trotzdem: Wer Hummels da so auf dem Spielfeld sah, der wusste, dass ihn die Pfiffe auch während des Spiels beschäftigten. Das gab er nach Spielende auch offen zu: „Es war sehr seltsam und ein sehr ungewohntes Gefühl für mich.“ Es sei auf keinen Fall so gewesen, dass ihn die Pfiffe kaltgelassen hätten. Auch wenn man so etwas gerne über sich behaupten würde, dass man da so abgezockt sei. „Spätestens mit dem Einlaufen ins Stadion hatte es mich emotional erwischt und aufgewühlt. Das kommt vor, ich hatte das noch nicht, und deswegen war es komisch“, beschrieb Hummels seine Gefühlslage.

Gleichzeitig erinnerte er aber daran, dass es BVB-Fans gibt, die ihm nach wie vor dankbar seien für die gemeinsame Zeit in Dortmund. Absolut kein Verständnis für das Verhalten der BVB-Anhänger hatte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge. „Das war eine Katastrophe! Undank ist der Welten Lohn! Wenn jemand wie Mats sich acht Jahre die Knochen für den Verein aufgerissen hat und dann so empfangen wird, ist das enttäuschend“, schimpfte Rummenigge. Mit seinem alten Team versteht sich Hummels trotz der Rivalität zwischen BVB und FCB blendend. Nach dem Spiel war er fast eine halbe Stunde in der BVB-Kabine, plauderte mit den Ex-Kollegen und verließ als letzter Bayern-Spieler die Katakomben seiner alten Heimat.

bok

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