Bayern-Spielerin über Olympia und Ziele

Leupolz im tz-Interview: Sogar Ancelotti war bei ihr

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Deutsche Meisterin und Olympiasiegerin: 2016 ist bislang ein gutes Jahr für Bayern-Spielerin Melanie Leupolz.

München - Für Melanie Leupolz könnte das Jahr kaum besser laufen. Die Meisterschaft mit dem FC Bayern krönte die Nationalspielerin mit Olympia-Gold. Nun spricht sie im Interview.

Meistertitel mit den Fußballerinnen des FC Bayern, vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2019, Olympia-Gold mit der Nationalmannschaft: Melanie Leupolz hat aufregende Monate hinter sich und ganz nebenbei auch privat ihr neues Glück gefunden. Vor dem Saisonauftakt an diesem Samstag (16 Uhr, Grünwalder Stadion) gegen den SC Freiburg sprach die 22-jährige Mittelfeldspielerin mit der tz:

Wie oft mussten Sie Ihre Goldmedaille herzeigen?

Leupolz: Ziemlich oft. Gerade nach der Rückkehr war die Nachfrage sehr groß. Sogar die Bayern-Profis und Carlo Ancelotti wollten sie mal anfassen.

Künftig werden Sie im Verein mit Nationalmannschaftskollegin Simone Laudehr spielen. Wenn sie fit ist, könnte sie Ihnen den Platz streitig machen.

Leupolz: Es tut uns allen gut, wenn der Konkurrenzkampf hoch ist. Davon profitiert jeder. Wenn wir dieses Jahr in allen drei Wettbewerben lange dabei sind, dann werden sowieso alle Spielerinnen benötigt.

Zweimal in Folge holten Sie mit Bayern die Meisterschale. Jetzt verstärken zusätzliche Hochkaräter wie ­Laudehr und Verena Faißt das Team. Sind da konsequenterweise aller guten Dinge drei?

Leupolz mit tz-Reporterin Sina Ojo.

Leupolz (lacht): Klar wollen wir den Titel. So einfach ist das aber nicht. Alle anderen Mannschaften wollen uns das Leben extrem schwer machen und verhindern, dass wir wieder Meister werden. Die letzten Jahre werden uns dabei nichts bringen, weil wir wieder bei null anfangen müssen. Und gerade mit Wolfsburg ist zu rechnen. Die haben ihren Kader noch mal deutlich aufgestockt, werden superstark sein. Ich bin mir daher sicher, dass es in der Meisterschaft wesentlich enger zugehen wird als in der vergangenen Saison.

In der Champions League war in der vergangenen Saison früh Schluss, im DFB-Pokal verpasste Bayern den Pokal. Was ist diesmal drin?

Leupolz: Sagen wir es so: Wir haben uns nicht vorgenommen, wieder im Pokal-Halbfinale auszuscheiden. Und wir haben aus dem letzten Jahr gelernt, dass wir auch in K.o.-Spielen in der Champions League abgezockter sein müssen, um auf diesem Niveau bestehen zu können.

Sie haben Ihren Vertrag vorzeitig bis 2019 verlängert. Wieso?

Leupolz: Mir gefällt es hier in München super, das Team ist toll. Zwei Meistertitel konnte ich schon feiern, ich glaube, dass auch international und im Pokal noch viel möglich ist. Die Herausforderung will ich mit den Mädels angehen.

Vor Kurzem haben Sie außerdem einen neuen Mann an Ihrer Seite gezeigt: Handball-Nationalspieler Kevin Schmidt. Also Glück im Spiel und Glück in der Liebe?

Leupolz (lacht): Ja, es läuft gerade auf jeden Fall ganz gut. Mehr möchte ich dazu aber nicht sagen.

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Interview: Sina Ojo

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