FCB-Kapitän im Interview

Lahm witzelt über Reif: "War nicht immer einverstanden"

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Philipp Lahm schließt ein vorzeitiges Karriereende nicht aus.

München - Philipp Lahm will seine Karriere auf jeden Fall beim FC Bayern beenden. Allerdings schloss er ein früheres Karriereende vor 2018 nicht aus. Den Ausstieg von Kommentator Marcel Reif bei Sky kommentiert er kritisch.

Die englische Premier League lockt mit irrsinnigen Gehaltssummen. Für Bayern-Kapitän Philipp Lahm kommt ein Wechsel auf die Insel allerdings nicht in Frage. „Ehrlicherweise geht es mir hier ja auch ganz gut“, sagte der 32-Jährige im Interview mit der Bild-Zeitung auf die entsprechende Frage vor dem Rückrundenauftakt am Freitagabend beim Hamburger SV (20.30 Uhr/bei uns im Liveticker).

Ein Karriereende vor Ablauf seines Vertrages beim deutschen Rekordmeister im Jahr 2018 schloss der Kapitän nicht aus. „Natürlich werde ich nicht jünger, sondern älter. Und da muss man sich als Profi-Sportler immer hinterfragen. Wenn jemand kommen sollte, der meine Position besser spielt als ich oder ich merke, dass ich nicht mehr mitkomme, dann müsste ich mich sicherlich damit befassen, dass vielleicht auch schon früher Schluss sein könnte.“

Auch nach seiner Spieler-Laufbahn will er weiter in München wirken. „Ich will auf jeden Fall dem Verein nachhaltig verbunden bleiben. Aber aktuell ist es besser, wenn ich mich auf mein Kapitänsamt konzentriere“, sagte er.

Lahm "froh" über Reif-Abschied

Dass er dabei künftig ohne die Bewertungen durch Marcel Reif auskommen muss, findet Lahm gar nicht so schlimm. Den Ausstieg des langjährigen Sky-Fußballkommentators zum Saisonende bedauert er wenig bis gar nicht.

So sei er froh, dass er meistens auf dem Platz stehe, wenn Reif die Bayern-Spiele kommentiere, "weil man dann nicht alles direkt mitbekommt, was von ihm gesagt wird", so Lahm mit einem Augenzwinkern. Zwar attestiert der Weltmeister dem streitbaren Mann am Mikro rhetorische Exzellenz und räumt ein, Reif habe mit seiner Art des Kommentierens die Fußball-Berichterstattung mitgeprägt. Doch Lahm resümiert: "Mit seiner Interpretation des Spielgeschehens war ich nicht immer einverstanden."

Lahm sagt Nein zu Olympia

Lahm, der in diesem Jahr das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal anstrebt, kann sich eine Rückkehr in ein DFB-Team, weder zur EM noch zu den Olympischen Spielen vorstellen. „Kategorisch ausgeschlossen“, sei dies. „Das wird als aktiver Sportler für mich kein Thema mehr sein.“

Lahm beendete seine Nationalmannschafts-Karriere nach dem Titelgewinn bei der WM in Brasilien 2014. „Zurückkehren? Das wäre nicht ich, das würde nicht meiner Denkweise entsprechen“, sagte „Außerdem haben sich beide Mannschaften für beide Events durch eine harte Qualifikation arbeiten müssen und sollen nun auch als geschlossene Einheit dort hinfahren dürfen.“

dh mit Material dpa

Denis Huber

Denis Huber

E-Mail:denis.huber@merkur.de

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