Spezialbehandlung für das Hertha-Spiel

Kartoffelacker in der Allianz Arena: Das ist der Grund

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Beim derzeitigen Zustand des Arena-Rasens fliegen schon mal die (Rasen)-Fetzen.

München -Der Zustand des Rasens in der Allianz Arena macht dem FC Bayern und dem TSV 1860 vor den anstehenden Spielen weiter schwer zu schaffen. Neben den zuletzt schwierigen Witterungsbedingungen und fünf Spielen in 13 Tagen hat wohl ein Pilzbefall dem Platz arg zugesetzt.

"Ich bin schon lange beim FC Bayern, aber so etwas wie den Platz zuletzt habe ich noch nie gesehen", erregte sich Franck Ribery nach dem 3:1-Erfolg gegen Ingolstadt. Trotz dreier Vorlagen konnte er nicht so spielen wie er wollte. Das stank ihm. Deshalb legte er auch gleich noch einmal nach: "Ein komischer Platz."

Dabei sprechen Experten bei einem Rasen immer von einem Lebewesen. Die Spielwiese der Fröttmaninger Arena konnte Riberys Aussage zum Glück nicht hören. Nach Informationen unserer Onlineredaktion ist der Rasen krank. Und das, weil er offenbar zuletzt zu großem Stress ausgesetzt war. Nach der abgelaufenen Spielzeit war der Rasen neu angesät worden. Rund sieben Wochen braucht ein Samen erstmal, um zu wurzeln, meint ein Experte. Der Rasen sieht dann schon wie eine grüne Wiese aus, die Halme sind aber noch sehr jung.

Rasenspezialist trifft sich mit Münchner Greenkeepern

Dass die Mannschaften, die in der Arena spielen - Bayern München und der TSV 1860 - zu diesem Zeitpunkt bereits Fußball auf ihm spielten, bekam dem Leberasen wohl nicht sonderlich gut, ist zu hören. Es folgten immer mehr Spiele, die Hitze mitsamt Hitzestau auf dem Rasen und nun die heftigen Regenfälle. So könnte sich die Krankheit des Hybridrasens, der 2014 auf Wunsch von Pep Guardiola den Rollrasen ersetzte, angebahnt haben.

Marc Vercammen, der Geschäftsführer des Rasenherstellers Desso Sports Systems, widerspricht diesem Szenario und weist die Schuld in der Süddeutschen Zeitung von sich: "Ich habe es gesehen, es sieht schlimm aus, aber am Wetter oder an den vielen Spielen liegt das sicher nicht. Der Rasen hat eine gute Durchlässigkeit." Außerdem würden sich die Flecken ja im Naturrasen bilden - und für den seien die Münchner Platzwarte zuständig. Weil die Zeit drängt, traf sich nun der führende Greenkeeper der Firma mit den Münchner Rasenpflegern.

Den Rasen einfach wie einen Rollrasen ersetzen, das geht nun nicht. Doch der Rasen wird nun mit Spezialdünger aufgepäppelt, leicht gewalzt, es wurde nachgesät. Zudem werden die Arena-Halme nun auch beleuchtet. Heißt: Pflege rund um die Uhr, denn schon am Mittwoch soll der Rasen wieder besser bespielbar sein. Dann trifft der Bayern auf Hertha BSC und Monsieur Ribery wird wahrscheinlich ganz genau darauf achten, dass seine Dribblings nicht im Rasen hängen bleiben.

mmtz

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