Polnischer Stürmer im Interview

Lewandowski: Sein Rat an Arturo Vidal

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Gemeinsamer Jubel nach dem Elfmetertor: Arturo Vidal (r.) weiß, dass er Robert Lewandowski beim Strafstoß den Vortritt lassen muss.

München - Mit seinem versenkten Elfmeter eröffnete Robert Lewandowski den Torreigen gegen den FK Rostow. Anschließend präsentiert er sich bestens gelaunt beim Interview.

Wieder ein Tor erzielt, Rostow mit 5:0 besiegt und die Dopingprobe überstanden. Robert Lewandowski war nach dem Auftaktspiel der Champions League bestens gelaunt - und stand kurz nach Mitternacht noch Rede und Antwort.

Herr Lewandowski, haben Sie beim Elfmeter kurz daran gedacht, ihn Thomas Müller als Geburtstagsgeschenk zu überlassen?

Lewandowski (lacht): Nein, es stand noch 0:0. Rostow wollte nicht Fußball spielen, sondern stand mit acht, neun Leuten hintendrin. Da war ein Tor wichtig. Thomas hat danach ja trotzdem ein Tor geschossen und sich selbst beschenkt. Wir haben unseren Job erledigt und die ersten drei Punkte in der Champions League eingefahren.

Aber Arturo Vidal stand vor der Ausführung bei Ihnen - nicht das erste Mal. Fragt er Sie, ob er vielleicht doch schießen darf?

Lewandowski (lacht): Nein, nein, diesmal hat er nicht gefragt. Aber manchmal fragt er schon, weil er Lust hat, ein Tor zu schießen. Aber es war klar, dass ich schieße. Das weiß Arturo auch. Manchmal muss er da ein bisschen ruhiger bleiben. Aber er will eben auch Tore schießen, also alles in Ordnung.

Prost, ihr Bayern! Die Roten kleiden sich für die Wiesn ein

Hat sich Joshua Kimmich eigentlich bei Ihnen erkundigt, wie das Tore­schießen funktioniert?

Lewandowski: Ja, er hat mich gefragt, wie das so abläuft (grinst). Es freut mich sehr für ihn, die letzten zwei Wochen liefen überragend. Erst sein Tor in der Nationalmannschaft, dann sein erstes Tor für den FC Bayern und jetzt der Doppelpack in der Champions League - Joshua zeigt, dass er ein super Spieler ist. Wenn ich eine Pause brauche, kann er auch vorne spielen (lacht).

Wie steht es um Ihre Torwette? Haben Sie inzwischen einen Wettpartner gefunden?

Lewandowski: Nein. Ich habe überlegt, aber ich muss dieses Jahr nicht unbedingt wetten. Das ist nicht so wichtig. Meine Motivation ist trotzdem hoch. Ich weiß, was die Leute von mir erwarten. Das Wichtigste ist, dass ich mich voll auf meinen Job fokussiere und wir als Mannschaft gut spielen. Es sind ja gerade erst zwei Spiele in der Liga absolviert. Wenn ich in der Rückrunde merke, dass ich noch ein paar Tore brauche, um eine bestimmte Marke zu knacken, dann kann ich immer noch eine Wette eingehen.

Sind Sie nach der EM und der relativ kurzen Vorbereitung schon bei 100 Prozent oder fehlt noch ein bisschen bis zur Topform?

Lewandowski: Die Topform sollte am besten dann da sein, wenn ich sie brauche. Jetzt spielen wir alle drei Tage, da ist es wichtig, in jedem Spiel Gas zu geben und zu gewinnen. Ich will jedes Mal zeigen, was ich draufhabe. Ich werde mich jetzt nicht ausruhen. Dann kommen die Tore und hoffentlich auch die Siege.

Pressestimmen: "Genussvoll durch die blaue Hecke"

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Aufgezeichnet von: sw, bok

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