FCB startet in die Champions League

Wird der FC Bayern die No-Name-Truppe aus Rostow überrollen?

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Abschluss-Pressekonferenz des FC Bayern München: Thomas Müller.

München - Wurde aber auch Zeit! Um Punkt 20.45 Uhr ertönt am Dienstagabend die Hymne in der Allianz Arena, die jenen Wettbewerb ankündigt, über den sich der FC Bayern seit Jahren definiert: die Champions League.

Unter Pep Guardiola war für die Münchner nun drei Jahre in Folge im Halbfinale Schluss, nun soll die silberne Vase unter Carlo Ancelotti wieder den Weg in die Vitrinen an der Säbener Straße finden. Der erste Schritt dafür: ein Sieg gegen Rostov. Und bei den Zahlen, die die Roten in der laufenden Spielzeit aufweisen (vier Spiele, vier Siege, 15:0 Tore) stellt sich vor dem Duell gegen die No-Name-Truppe mit dem überschaubaren Marktwert von 43,7 Millionen Euro (Quelle: Transfermarkt, FCB 582,2 Millionen) die Frage: Überrollt die rote Walze auch Rostov? 

Thomas Müller war das alles zu voreilig. Natürlich. Auch wenn dem Bayernstar kein Kicker des CL-Debütanten so richtig ein Begriff ist, wollte er sich lieber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Wir sind Profis genug, um zu wissen, dass solche Spiele keine Geschenke sind. Wir werden sicherlich niemanden unterschätzen“, so der 26-Jährige. Dass der Sensationszweite aus Russland (aktuell Tabellensechster) allerdings nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Cardiff sein muss, wo am 3. Juni das diesjährige Endspiel steigt, waren sich alle einig.

 „Es ist klar, dass es unser Ziel ist, die Champions League zu gewinnen“, meinte Ancelotti am gestern, Manuel Neuer ergänzte: „Wir als FC Bayern haben immer das Ziel, am Ende ganz oben zu stehen. Wir wollen Champions-League-Sieger werden.“ Endlich wieder. CL-Experte Ancelotti soll es richten. 1989 und 1990 holte Carletto den Pott als Spieler, 2003, 2007 und 2014 als Trainer. Neben Ernst Happel, Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes und José Mourinho ist er der Einzige, der die begehrte Trophäe mit zwei Teams geholt hat: zweimal mit dem AC Mailand, einmal mit Real Madrid. Schafft er es jetzt mit einer dritten Mannschaft, wäre er der alleinige Rekordhalter.

„Das Potenzial haben wir, die Mannschaft ist sehr gut“, ist sich der Mister sicher. „Wichtig wird es aber erst im März und April, dann kommen nämlich die wichtigen Spiele.“ Noch wichtiger: Dass seine Spieler dann frisch und fit sind, weshalb der Coach mit den Kräften seiner Kicker sparsam umgehen möchte – auch schon am Dienstagabend. Mit drei englischen Wochen vor der Brust wird es also zum ein oder anderen Wechsel in der Startelf kommen, so kündigte es der Italiener bereits vor dem Duell gegen Rostov an. „Ich werde keine große Rotation machen, einige Spieler werde ich aber wechseln“, meinte Carletto. Arturo Vidal dürfte den Jetlag in der Zwischenzeit in den Griff bekommen haben, auch Douglas Costa ist wieder eine Option für die Startelf. 

Und Joshua Kimmich? Darf Jogis Juwel mal wieder von Beginn an ran? Carlo grinste. Und nickte. 

Video: FC Bayern vs. FK Rostov: Abschlusstraining mit Arjen Robben und Jerome Boateng

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