Der Kämpfer schaut nach vorne

Rode: Als nächstes in die Nationalmannschaft?

Sebastian Rode
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Sebastian Rode peilt beim FC Bayern weiter hohe Ziele an.

München - Sebastian Rode ist beim FC Bayern inzwischen mehr als angekommen. Der erklärte Lieblingsspieler von Pep Guardiola überzeugt durch klassische Werte - und peilt nun die Nationalmannschaft an.

Als der Wechsel von Sebastian Rode zum FC Bayern bekannt wurde, war nicht nur bei den Fans des Rekordmeisters zunächst der Zweifel groß. Würde sich der ehemalige Frankfurter in München durchsetzen können? Schließlich war die Konkurrenz zum damaligen Zeitpunkt mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Javi Martinez und Thiago Alcantara auf der Sechser-Position durchaus namhaft und auch David Alaba war ein Kandidat für diese Position.

Knapp ein halbes Jahr nach Rodes erstem Tag bei den Roten hat sich nun trotz des Wechsels von Xabi Alonso an die Isar eine Situation entwickelt, mit der wohl die wenigsten zuvor gerechnet hatten. Vier von den fünf oben genannten Akteuren sind derzeit verletzt, Alcantara, Lahm und Martinez werden wohl noch länger fehlen und so gehört Sebastian Rode zum erweiterten Stammpersonal des FC Bayern. Von einer festen ersten Elf kann man angesichts der Rotation unter Guardiola und der breiten Qualität an Spitzenspielern sowieso nicht sprechen.

Rode hat es durch seinen permanenten Einsatz und seinen Ehrgeiz, immer besser zu werden, sogar zu Peps "favorite Player" (englisch, Lieblingsspieler, d. Red) geschafft. Und das macht sich bemerkbar: Auf 16 Einsätze hat es Rode wettbewerbsübergreifend inzwischen gebracht. In der Bundesliga und Champions League hat er jeweils ein Tor erzielt. Insgesamt 675 Minuten stand der ehemalige Frankfurter bei den Roten in dieser Saison auf dem Platz. Tendenz: steigend! Und durchaus bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel Xherdan Shaqiri im Moment nur 540 Minuten auf dem Einsatzzettel stehen hat (bei 15 Spielen).

Rode selbst sieht das vor allem als Ergebnis der stetigen Unterstützung durch Sportvorstand Matthias Sammer, der ihn auch nach München holte. "Er hat sich in der Phase, in der ich wenig gespielt habe, sehr um mich gekümmert", erzählt Rode in der Sportbild, "Er hat gesagt: Deine Zeit kommt noch." Dass sich Sammer und Rode so gut verstehen, kommt nicht von ungefähr. Sammer hatte als Aktiver eine ähnliche Spielweise wie Rode heute, manche Fans sehen in dem Bayern-Neuzugang allerdings einen Typ wie Jens Jeremies, der im roten Ballett durch seine Kämpferqualitäten besticht.

Beide Vergleiche ehren Rode auf jeden Fall. Doch der Spieler hat noch größere Ziele. Gar nicht unrealistisch ist möglicherweise eine baldige Nominierung für das DFB-Team durch Bundestrainer Joachim Löw. Dort ist ja durch den Abtritt von Philipp Lahm derzeit die Position des Rechtsverteidigers vakant. Eine Position, die Sebastian Rode auch schon bei den Bayern erfolgreich gespielt hat. Der aufstrebende 24-Jährige gibt sich in der Sportbild aber fokussiert. "Wichtig ist, dass man spielt", so Rode. Fügt aber an: "Ich würde mich sehr über eine Nominierung freuen."

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bix

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