Nach Treffer zum 2:0

Selfie-Jubel: Knipst sich Douglas Costa hier ins Aus?

München - Lässig und frech? Oder einfach nur unsportlich? Seit Samstagabend diskutiert die Bundesliga über den Selfie-Jubel von Bayern-Brasi Douglas Costa.

Nach seinem Treffer zum 2:0 gegen Gladbach rannte der 26-Jährige zu zwei Spezln im Unterrang, schnappte sich das Smartphone seines Kollegen und schoss das #costaselfie, wie es nur Sekunden später auf Twitter getauft wurde. Und während die Bayern die Borussia an die Wand spielten, wurde Costa im Netz teilweise an den Pranger gestellt. zu Recht?

Selbst seine FCB-Kollegen waren sich nicht einig über das, was sie denn nun von der Aktion des „Spaßvogels“ halten sollten, wie Joshua Kimmich Costa beschrieb. Während Thomas Müller die Knipserei auf „positive Emotionen“ zurückführte und an den legendären Teppich-Jubel von Giovane Elber erinnerte, fand Mats Hummels die Aktion offensichtlich nur mäßig überzeugend. „Es gibt halt verschiedene Kulturen und Arten von Typen. Für mich wäre es absolut nichts. Ich könnte mir das nicht vorstellen, dass ich so etwas mal mache. Von mir wird man das nicht sehen“, meinte der Innenverteidiger bei Sky, fügte aber an: „Wenn er immer trifft, dann kann er von mir aus 100 Selfies machen in der Saison.“

Selfie-Jubel: Auf tz-Nachfrage wollte sich Douglas Costa nicht äußern

Costa selbst hatte offenbar mitbekommen, dass sein Jubel für Wirbel gesorgt hatte, weswegen er einen wortlosen Abgang aus der Allianz Arena vorzog. Auf tz-Nachfrage wollte sich der Brasilianer nicht äußern und marschierte entschlossen davon. Gut für ihn: Anders als Uli Hoeneß, der Bastian Schweinsteiger seinerzeit für seinen Haarband-Jubel zusammengefaltet hatte, war Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge diesmal milde gestimmt. „Costa hat es heute gut gemacht“, meinte dieser nach der Partie. Und zum Jubel: „Das gab es zu meiner Zeit ja nicht, sonst hätte ich es vielleicht auch mal gemacht. Ich warte nur noch darauf, dass einer mal während des Spiels etwas bei Facebook tickert.“

Fakt ist: Es ist nicht das erste Mal, dass der Südamerikaner wegen unsportlichen Verhaltens in der Kritik steht. Gegen Leverkusen hatte er vergangene Saison beim Stand von 3:0 einen Gegenspieler mit einem Hackentrick überwunden, wofür er ebenfalls von Mitspielern getadelt wurde (Robben: „Man muss den Gegner respektieren!“). Gut möglich also, dass Costa bei der nächsten Aktion mal auf die Socken bekommt, wie Max Eberl zu verstehen gab. Der Gladbacher Sportdirektor: „Er hat den Ball ja noch zweimal mit der Hacke angenommen. Mich hätte er nicht als Gegenspieler haben sollen.“ Sonst wäre es womöglich auch unsportlich geworden…

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Rubriklistenbild: © Sampics

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