Wie die Verpflichtung ablief

Skurriles Gesprächs-Protokoll: So sagte Ancelotti bei Rummenigge zu

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Das entscheidende Telefonat zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Carlo Ancelotti dauerte lediglich drei Minuten.

München - Er ist der aktuell erfolgreichste Trainer der Welt. Carlo Ancelotti. Aus einem Gesprächs-Protokoll geht nun hervor, wie Rummenigge den Italiener vom FC Bayern "überzeugte".

"Er ist der richtige Trainer, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort." So präsentierte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, den neuen Trainer Carlo Ancelotti auf einer Pressekonferenz in der Allianz-Arena. Zwischen dem Bayern-Boss und dem italienischen Genussmenschen, dessen Leibgericht Tortellini sein sollen, passte es von Anfang an. Ancelotti ist ein Trainer von Weltformat, der die von den Bayern so ersehnte Champions League bereits fünf Mal gewonnen hat. Zwei Mal als Spieler und drei Mal als Trainer.

Geheimes Protokoll: Telefonat geht nur drei Minuten

Der als Bauernsohn in Reggiolo geborene Ancelotti und der gebürtige Lippstädter Rummenigge kennen sich noch aus ihrer aktiven Zeit. In den 1980er Jahren war Rummenigge für Inter Mailand aktiv, Ancelotti spielte für den Stadtrivalen AC Mailand. Offensichtlich hat diese Rivalität den beiden nicht allzu sehr geschadet. Wie aus der Autobiographie von Carlo Ancelotti hervorgeht, die am 1. August 2016 im Piper-Verlag auf Deutsch erscheinen wird und aus der 11Freunde vorab zitiert, scheint die Einigung zwischen den beiden Platzhirschen nicht lange gedauert zu haben. Das entsprechende Telefonat ging lediglich drei Minuten:

"Hallo Carlo, hier spricht Rummenigge." - "Hallo Kalle." - "Guardiola geht zum Ende der Saison, und wir wollen dich haben." - "Gut. Mache ich."

Der FC Bayern als Verein und die alte Bekanntschaft zu Rummenigge scheinen ausreichend gewesen zu sein, um den Mann von Welt nach München zu holen. Kein Wunder, bedenkt man, dass der FC Bayern der einzige Verein ist, der in den vergangenen fünf Jahren fünf Mal ins Halbfinale der Champions League einzog. Zudem ist die Bundesliga die einzige der großen Ligen, die Ancelotti als Trainer noch nicht in seinem Lebenslauf verzeichnen darf. Er war bereits in Italien (Reggiana, AC Parma, Juventus Turin und AC Mailand), England (FC Chelsea), Frankreich (Paris Saint-Germain) und Spanien (Real Madrid) als Chef-Trainer erfolgreich. Nun also der FC Bayern und die Bundesliga.

"Der Friedensstifter" - Ancelotti als Kommunikator

Dass der Italiener, der in seiner aktiven Zeit als zentraler Mittelfeldspieler agierte, das Star-Ensemble des FC Bayern problemlos managen wird, steht derweil außer Frage. Als Trainer von Real Madrid nannten ihn die spanischen Medien "El Pacificador", zu deutsch: Friedensstifter. Ancelotti hatte es im Handumdrehen vermocht, die Konkurrenz zwischen Superstar Cristiano Ronaldo und Neuzugang Gareth Bale zu schlichten, und die beiden zu einer schlagkräftigen Zusammenarbeit zu bewegen.

Nach seinem Engagement bei Real Madrid legte Ancelotti zuletzt jedoch ein Jahr Pause ein. Er hatte sich einer wichtigen Wirbelsäulen-Operation zu unterziehen gehabt. Nun ist der Italiener aber wieder voll zurück. Getreu seinem Motto hat der 57-Jährige Fußball-Lehrer noch lange nicht genug: "Fußball ist wie ein Essen mit Freunden. Je mehr man isst, desto hungriger wird man."

24 Dinge, die Sie noch nicht über Carlo Ancelotti wussten.

Hier verfolgen Sie die derzeitige USA-Reise des FC Bayern in unserem Live-Ticker.

sdm 

     

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