Christensen gehört dem FC Chelsea

FC Bayern: Interesse an Gladbachs Abwehrtalent?

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Wohin führt sein Weg? Andreas Christensen spielt sich bei Borussia Mönchengladbach in die Notizbücher der großen Klubs.

München - Warum in die Ferne schweifen? Statt in Italien oder Frankreich nach neuen Abwehrstars zu suchen, scheint der FC Bayern nun bei einem Liga-Konkurrenten genau hinzuschauen.

Lothar Matthäus hat es vor mehr als 30 Jahren getan, Stefan Effenberg sogar gleich zweimal. Jupp Heynckes wagte als Trainer den Sprung von Borussia Mönchengladbach zu den Roten. Auch Patrik Andersson, Held des Bundesliga-Herzschlagfinales von 2001, wechselte einst vom Bökelberg an die Säbener. Zuletzt schnappte sich der FC Bayern Dante und später Sinan Kurt vom großen Rivalen der 70er Jahre.

Die Liste der Spieler, die der Rekordmeister aus dem Fohlenstall nach München gelockt hat, ist lang. Nun könnte ein weiterer Name dazukommen. Wie das italienische Fußball-Portal transfermarktweb erfahren haben will, denkt der FCB über eine Verpflichtung von Andreas Christensen nach. Das 19-jährige Abwehrtalent hat sich bei der Borussia in Rekordzeit zum Abwehrchef gemausert. Seit Mitte September hat der Däne keine Pflichtspielminute mehr verpasst.

Andreas Christensen (l.) gegen Robert Lewandowski.

Auch dank Christensen begann der fünfmalige Meister nach dem kapitalen Fehlstart mit fünf Pleiten eine beispiellose Aufholjagd, die den Klub von der zweiten Champions-League-Teilnahme nacheinander träumen lässt. Beim 3:1 über die Roten war der zweimalige Nationalspieler bester Mann auf dem Platz. Allerdings ist der 1,88 Meter große Rechtsfuß lediglich ausgeliehen - die Transferrechte liegen beim FC Chelsea.

Einer von 30 Leihspielern des FC Chelsea

Also müsste der FC Bayern mit den Londonern verhandeln, die in dieser Saison defensiv erhebliche Probleme offenbaren. Bei den "Blues", die ihrerseits Interesse an Arturo Vidal zeigen sollen, ist Christensen nur einer von rund 30 Profis, die auf Leihbasis weggeschickt worden sind. Mit dem portugiesischen Ex-Profi Paulo Ferreira hat der englische Meister sogar einen Angestellten, der sich explizit um die verliehenen Profis kümmert.

Christensens Vertrag an der Stamford Bridge läuft noch bis 2020, nach aktuellem Stand würde er 2017 aus Gladbach zurückkehren. Doch so lange werden weder der FC Bayern noch die ebenfalls interessierten Granden vom FC Barcelona und Juventus Turin warten wollen.

Gladbach will Christensen fest verpflichten

Max Eberl.

Borussias Sportdirektor Max Eberl - ein ehemaliger Roter - weiß bereits, was die Stunde geschlagen hat. Er stellte jüngst mit Blick auf den Sommer klar: "Es gibt keine vertragliche Situation, wo wir Andreas Christensen hergeben müssten." Vielmehr werben die Fohlen offen für eine feste Verpflichtung, wollen laut Sport Bild bis zu 15 Millionen Euro lockermachen - mehr als je zuvor für einen Spieler.

Für den FC Bayern und Co. wären das eher Peanuts. Gerade bei einem Youngster, der laut Eberl "Weltklasse-Format in sich" trägt. Nicht zuletzt angesichts der häufigen Verletzungssorgen um Holger Badstuber, Javi Martinez oder Medhi Benatia scheinen die Roten sich nach Verstärkung für die Abwehr umzuschauen - Namen wie Miranda von Inter Mailand, PSG-Verteidiger Marquinhos oder Alessio Romagnoli vom AC Mailand werden bereits gehandelt. In der Bundesliga haben sie sich aber noch nicht bewiesen - ganz im Gegensatz zu Christensen.

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