Langfristige Planung

Warum dieser Mann Uli Hoeneß in Frankreich besuchte

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Helge Leonhardt ist Präsident von Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue.

München - Der FC Bayern - das ist das Maß aller Dinge im deutschen Fußball. Jeder Verein träumt davon, den Rekordmeister mal zu Gast zu haben. Ein Zweitliga-Aufsteiger hat hierzu jetzt konkrete Pläne.

Es ist jahrein, jahraus das gleiche Szenario: Vor der Auslosung zur 1. DFB-Pokal-Runde sitzen die Vertreter der Amateurvereine mit schwitzenden Händen vor dem Fernseher und wünschen sich nichts sehnlicher, als den großen FC Bayern zugelost zu bekommen. Denn der Rekordmeister ist der attraktivste Gegner, den man sich hierzulande vorstellen kann. Sowohl sportlich als auch finanziell kann kein anderer Klub den Münchnern das Wasser reichen: Sind Neuer, Lahm, Müller und Co. zu Gast, rennen die Zuschauer einem das Stadion ein - und der Rubel rollt garantiert!

Entsprechend sind die Bayern auch für Freundschafts- und Testspiele ein äußerst gern gesehener Gast: Wer die Münchner zu sich in die Provinz locken kann, der hat auf jeden Fall das große Los gezogen. Zuletzt hatten der SV Lippstadt und die SpVgg Landshut das Vergnügen und die Ehre, den Double-Sieger begrüßen zu dürfen.

Bereits jetzt wird an den Bayern für einen Termin gebaggert, der erst in knapp zwei Jahren vonstatten gehen soll: Anfang 2018 soll das neue Stadion von Zweitliga-Aufsteiger Erzgebirge Aue eingeweiht werden. Am liebsten mit dem FC Bayern München als prominentem Gast. Aus diesem Grund nutzte Aue-Präsident Helge Leonhardt seinen Südfrankreich-Urlaub im Juli zu einer Stippvisite beim ebenfalls an der Cote d'Azur weilenden Uli Hoeneß, um erste Tuchfühlung zu diesem Thema aufzunehmen. "Wir hatten ein sehr konstruktives Gespräch. Wir haben auch über das neue Auer Stadion gesprochen. Wir würden uns freuen, wenn wir die Bayern begrüßen können", sagte Leonhardt der Bild-Zeitung über den Besuch beim wahrscheinlich zukünftigen Präsidenten des FCB. Neben dem informellen Gespräch mit Hoeneß hat Leonhardt aber bereits an offizieller Stelle angeklopft und Kontakt zuu Boss Karl-Heinz Rummenigge aufgenommen. Leonhardt: "Wir haben ein Schreiben aufgesetzt."

Doch ob der Besuch der Bayern im Erzgebirge wirklich zustande kommen wird? "Natürlich wissen wir, dass München keine langfristigen Termine vereinbart. Anfang 2017 möchte ich weitere Gespräche mit den Verantwortlichen führen", sagt Leonhardt. Aber recht früh und in einem persönlichen Gespräch sein Interesse zu hinterlegen, kann ja zumindest nicht schaden.

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