Der Markt gibt nicht viel her

Suche nach Verstärkung: Hier tut sich der FC Bayern schwer

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Rafinha (l.) und Philipp Lahm spielen bei den Bayern hinten rechts. Für die mittelfristige Zukunft ist hier frisches Personal zu erwarten.

München - Der FC Bayern bastelt weiter an seinem Kader für die Zukunft. Auf der Rechtsverteidigerposition scheint das aber gar nicht so einfach zu sein.

Es vergeht kaum eine Saison, in der die Kader-Planer des FC Bayern nicht an der mittel- und langfristigen Zukunft der Mannschaft tüfteln müssen. Kurzfristig muss man sowieso immer flexibel sein und das Team entsprechend verstärken, wenn die aktuellen Entwicklungen es erfordern. Wie zum Beispiel im kommenden Sommer, wenn mit Carlo Ancelotti ein neuer Trainer kommt, der vermutlich andere Anforderungen an sein Personal haben wird als der aktuelle Coach Pep Guardiola. 

Komplett umgekrempelt wird das hochkarätige Ensemble des FCB deshalb ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Das Gerüst der Mannschaft steht für die kommenden Jahre, teilweise haben die Leistungsträger ihre Verträge sogar bis 2021 verlängert. Dennoch besteht fast jährlich Handlungsbedarf - so agierten die Bayern-Bosse im vergangenen Sommer weitsichtig und verpflichteten mit Douglas Costa und Kingsley Coman zwei Spieler, die den Generationswechsel auf den offensiven Außenpositionen einleiten sollten. Und siehe da: Da Franck Ribéry und Arjen Robben in die Jahre gekommen sind und zudem verletzungsbedingt lange Zeit ausfielen, entpuppten sich die Transfers der beiden Flügelflitzer als goldrichtige Entscheidung.

Eine solche steht demnächst wieder bevor, denn auch auf der Rechtsverteidigerposition muss neues Personal her: Bei Philipp Lahm und Rafinha verhält es sich ähnlich wie bei der offensiven Flügelzange. Beide Spieler haben die 30 bereits überschritten - die Bayern suchen Ersatz. Das gestaltet sich aber offensichtlich gar nicht so einfach. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung ist Bayerns Technischer Direktor Michael Reschke mit den Ergebnisse des Scoutings nicht zufrieden. Was nicht heißen soll, dass in dieser Abteilung schlechte Arbeit geleistet wird. Vielmehr scheint der Markt derzeit auf den ersten Blick keine Rechtsverteidiger von Weltklasseformat herzugeben. Beziehungsweise keine jungen Spieler mit einem Talent, mit dem sie zu Top-Rechtsverteidigern geformt werden können. 

Der Spieler auf dieser Position, mit dem sich die Bayern intensiver beschäftigt haben sollen, heißt Matteo Darmian und spielt bei Manchester United. An ihm sollen die Münchner interessiert sein, in Italien wurde sogar schon von einem Angebot für den 26-Jährigen gesprochen. Sollte Darmian aber doch nicht der Mann für die Bayern sein und Reschke und Co. auch sonst nicht fündig werden, käme ein weiteres Gedankenspiel in Frage: Möglicherweise verpflichtet der Rekordmeister einen hoch veranlagten jungen offensiven Außenspieler, den man dann zum Rechtsverteidiger umschult. Dieses Experiment wäre nicht neu: Ein gewisser David Alaba ist eigentlich gelernter Mittelfeldspieler, lernte bei den Bayern aber die Kunst des linksverteidigens - und zwar die ganz hohe Kunst. Vielleicht wird Bayerns Rechtsverteidiger der Zukunft auf die selbe Weise entwickelt.

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