Spanier stellt Weichen für Zukunft

So bricht Thiago mit Guardiola

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Bild aus der Vergangenheit: Thiago (r.) und Pep Guardiola feierten mit dem FC Bayern zahlreiche Erfolge.

München - Seit Sommer gehen Thiago und Pep Guardiola sportlich getrennte Wege. Nun hat sich der Bayern-Star offenbar endgültig von der Familie seines Ex-Coaches losgesagt.

Drei Jahre ist der Spruch mittlerweile alt, der Thiago Alcántaras Weg nach München ebnete. Der Satz fiel, als sich die Bayern im Trentino auf die erste Saison unter Pep Guardiola vorbereiteten. "Thiago oder nix", meinte der Spanier damals - und bekam wenige Tage später seinen Wunsch erfüllt. Thiago wechselte von Barcelona an die Isar, seitdem ist aber eine Menge geschehen. Nicht nur, dass sich die Wege des Wunschspielers und seines einstigen Förderers getrennt haben, Thiago hat dem Pep-Clan insgesamt den Rücken gekehrt, indem er sich auch von seinem bisherigen Berater getrennt hat: Peps Bruder Pere Guardiola.

Pere betreut den 25-Jährigen schon seit seiner Zeit in Barcelona und war demnach ein fundamentaler Baustein für die Thiago-Verpflichtung, in München hat der Techniker jedoch bereits vergangenes Jahr eine neue Karriereetappe eingeleitet und sich mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung bis 2019 für eine langfristige Bindung zum FCB entschieden, die mit der Ankunft von Carlo Ancelotti auf dem Trainerstuhl der Roten nochmal bestärkt wurde. Der Bruch mit Berater Pere? Eine weitere, logische Konsequenz!

Thiago ist elementarer Baustein von Ancelottis Team

Schlecht zu bekommen scheint ihm die Entscheidung nicht. Auf dem Platz ist die Nummer sechs ein elementarer Baustein von Carlettos Bayern und rechtfertigt seine Einsätze - von der Partie gegen Atlético Madrid (0:1) mal abgesehen - mit konstant guten Leistungen. Ein Tor, ein Assist und acht von zehn Einsätze, so liest sich die bisherige Bilanz des spanischen Nationalspielers in dieser Saison. Tendenz: steigend! "Mit dem Fuß kann er alles", lobte Carlo seinen Kreativgeist.

Und was das Geschäftliche angeht, setzt Thiago ab sofort auf die eigene Familie. Wie auch sein Bruder Rafinha vom FC Barcelona hat er sich für seinen Vater Mazinho als neuen Berater entschieden, der seine Söhne mittels der Agentur "The Player Management" betreut. Gänzlich unbeteiligt an den Karrieren seiner Söhne war Mazinho, der selber Weltklassespieler war und unter anderem 1994 mit Brasilien Weltmeister wurde, nie. Der 50-Jährige stand Thiago und Rafinha stets beratschlagend zur Seite, nun fungiert er aber auch als offizieller Berater der beiden - und dürfte aktuell gerade mit Thiagos Entwicklung ziemlich zufrieden sein.

Anders als unter Guardiola lässt Ancelotti seinem Wirbelwind im Mittelfeld viel mehr Freiheiten, was sich durchaus positiv auf Thiagos Spiel auswirkt. Ihn mit Pep vergleichen will Thiago aber nicht - aus Respekt vor seinem einstigen Lehrmeister und Förderer Guardiola. Thiago: "Ich vergleiche ihn nicht mit Pep Guardiola. Klar, beide Trainer haben einen unterschiedlichen Stil, aber es kommt auf das Timing von den Spielern an, wie sie sich auf dem Platz verhalten. Carlo ist ein großartiger Trainer und Typ. Er gibt uns viel Vertrauen und viele Freiheiten." Und zeigt Thiagos Leistungskurve weiterhin steil nach oben, kann es auch für Carlettos Startelf nur noch ein Motto geben: Thiago oder nix!

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lop

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