„Die Scheiße klebt an meinem Stiefel“

Torlos-Müller hadert - so macht ihm Rummenigge Mut

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Wieder kein Tor: Thomas Müller konnte seine Durststrecke auch gegen Hoffenheim nicht beenden.

München - Es ist noch nicht die Saison des Thomas Müller. Der Bayern-Star steuert auf einen persönlichen Negativrekord zu. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge weiß, wie er da rauskommt.

Thomas Müller gilt nicht zuletzt aufgrund seiner locker-flockigen Auftritte vor den TV-Kameras als Frohnatur. Doch nach dem 1:1 gegen 1899 Hoffenheim war besonders beim Liebling der Bayern-Fans die Laune so richtig im Keller. „Momentan bin ich ziemlich schlecht gelaunt“, grantelte der 27-Jährige: „Ich habe eine Riesenchance vergeben, dementsprechend ist natürlich meine Krawatte groß.“

Müller spielte auf die Szene in der Nachspielzeit an, als er den finalen Ansturm der Roten auf das TSG-Tor hätte krönen können - ja, sogar müssen. Doch statt im Kasten landete sein Schuss aus kurzer Distanz am Außenpfosten. Großchance vergeben - Dreier verpasst! „Die Scheiße klebt so ein bisschen an meinem Stiefel“, fasste der gebürtige Weilheimer seine Situation in der aktuellen Saison zusammen.

Bayern ohne Glück gegen die TSG: Vier 4er, nur eine 2

Müllers erfolglosester Start in eine Bundesligasaison

Auch nach dem 10. Spieltag steht auf Müllers persönlichem Trefferkonto die Null - das war ihm zuvor noch nie passiert. Spätestens nach sieben Runden einer Saison tauchte Bayerns Nummer 25 auf der Torjägerliste auf. Zwar verpasste er in der aktuellen Spielzeit bereits zwei Spiele und kam nun zum dritten Mal erst von der Bank. Dennoch bedeuten saisonübergreifend neun Ligapartien ohne eigenes Erfolgserlebnis die zweitlängste Durststrecke seit Louis van Gaal den Offensivallrounder 2009 zum Stammspieler der Roten beförderte.

Bis zum Müllerschen Negativrekord ist es noch ein gutes Stück hin: Zwischen dem 24. September 2011 und dem 11. Februar 2012 hatte seine Ladehemmung sogar 13 Bundesligaspiele lang angehalten. Damit es nicht soweit kommt, machte ihm ein Knipser a.D. nach dem Spiel Mut. „Ich habe ihm gesagt, dass ich als Europas Fußballer des Jahres auch mal zehn Spiele ohne Treffer hatte“, kramte Karl-Heinz Rummenigge tief in den eigenen Erinnerungen.

Der Vorstandsboss glaubt auch zu wissen, was der Auslöser für Müllers Torlosserie war: „Es fällt schon auf, dass bei ihm seit dem verschossenen Elfmeter gegen Atlético der Wurm drin ist und er Pech hat.“ Tatsächlich folgten seit dem Fehlschuss im Rückspiel des Champions-League-Halbfinales lediglich drei Treffer in 16 Pflichtspielen im FCB-Trikot. Rummenigges Rat: „Da muss man arbeiten, arbeiten, arbeiten und dann schießt man wieder drei Tore. Das kann ich ihm jetzt schon voraussagen.“

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mg

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