Nach Doppelpack des Youngster

So will sich Müller um Kimmich kümmern

München - Bei Joshua Kimmich könnte es sportlich kaum besser laufen. Das registriert auch Thomas Müller. Das FCB-Urgestein will ein besonderes Auge auf den Youngster haben.

Für einen flapsigen Spruch ist Thomas Müller immer gut. Doch dieses Mal klang eine Menge Anerkennung mit, als der Spaßmacher des FC Bayern über Joshua Kimmich sprach. "Jetzt muss ich bis Samstag wieder an seinen Sprunggelenken hängen, damit er nicht die Bodenhaftung verliert", meinte Müller schmunzelnd, als er auf den Galaauftritt des Youngsters angesprochen wurde (tz-Note 1).

Mit seinem Doppelpack beim 5:0 gegen Rostow hatte der 21-Jährige nicht nur die Zuschauer verzückt, sondern sich auch bei seinem Kollegen mächtig Respekt erarbeitet. "Joshua ist sein offizieller Name", antwortete Müller, als er nach Kimmichs Rufnamen auf dem Platz gefragt wurde, und ging dessen Spitznamen durch. "Josh, Jo, Joe, Herr Kimmich - zurzeit Herr Kimmich, so, wie er gerade einbombt", sagte Müller.

Nach Kimmichs erstem Treffer für den FCB vergangenen Freitag auf Schalke hatte Philipp Lahm ein Lied für den Premierentreffer angeregt, nach seinem Doppelpack in der Champions League hat Joshua jetzt auch noch Mitspieler Müller an den Füßen kleben. Dann mal viel Spaß, Herr Kimmich!

Bilder und Noten: Einmal die Eins, sechsmal die Zwei

Startelf-Versprechen gibt Kimmich Selbstvertrauen

Am Dienstag war er kaum zu halten, zählte schon vor der Pause zu den stärksten Spielern. Das Startelf-Versprechen von Carlo Ancelotti hatte dem Nationalspieler viel Selbstvertrauen gegeben, das zeigte er in jeder Aktion. In der zweiten Halbzeit schlug dann seine große Stunde, innerhalb von sieben Minuten schraubte er das Ergebnis von 2:0 auf 4:0 (53., 60.).

"Es ist schön, dass ich jetzt Tore schieße - aber das ist nicht alles. Es gehören auch andere Dinge dazu, damit man zufrieden ist, damit man der Mannschaft helfen kann", sagte der Spieler des Spiels später. "Aber wenn es Tore sind, ist es ja auch okay." Gegen Rostow waren es doppelt so viele wie in seinen 40 Partien zuvor für den FCB.

"Das erste Tor war eine überragende Vorarbeit, da gehen 80 Prozent auf Douglas", bedankte sich der Rechtsfuß bei Vorbereiter Costa, ehe er sich kurze Zeit später als Kopfballungeheuer entpuppte. "Das zweite war gefühlt einen Tick anspruchsvoller, dann habe ich mich ein bisschen mehr gefreut. Vor allem, weil ich mal ein Tor mit dem Kopf gemacht habe."

Gesangseinlage umgangen

Ganz nebenbei hatte er sich mit seinen zwei Treffern von einer anderen Last befreit - der von Lahm angesprochenen Gesangseinlage. "Da bin ich raus. Mit einem Doppelpack ist man befreit", lachte der Youngster, der vergangenes Jahr aus der Zweiten Liga zum Rekordmeister wechselte. Jetzt produziert er fast schon in Rekordgeschwindigkeit Schlagzeilen.

Abheben will er aber auf keinen Fall. "Es ist schon manchmal ganz schön viel, es geht auch ziemlich schnell. Aber so ist Fußball, es geht schnell nach oben, aber auch sehr schnell wieder nach unten." Und Thomas Müller ist ja auch noch da…

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sw, bok

Rubriklistenbild: © dpa

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