Rotation als Ursache für Heimpleite?

Bayern von Mainz ausgekontert: "Da ging einiges schief"

Bedröppelte Bayern: Mit einer Heimniederlage gegen Mainz 05 hatte wohl niemand ernsthaft gerechnet.
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Bedröppelte Bayern: Mit einer Heimniederlage gegen Mainz 05 hatte wohl niemand ernsthaft gerechnet.

München - Die beeindruckende Heimserie des FC Bayern ist beendet. Die Mainzer entzaubern anrennende Münchner mit der Konterstärke. Auch die Spielerwahl geht nach hinten los.

Der Tabellenfünfte Mainz zu Gast, Dortmund und Turin vor der Brust – für Bayern-Trainer Pep Guardiola war das genau der richtige Moment, um einen Fan-Liebling wieder in Schwung zu bringen: Zauberfuß Franck Ribéry. Der Franzose und Abwehrmann Medhi Benatia durften rein in die Startelf bei der überraschenden 1:2-Heimniederlage, Xabi Alonso und Philipp Lahm zur Schonung raus dem Kader sowie Thomas Müller auf die Bank - so komfortabel sieht es aus, wenn der FC Bayern ein wenig rotiert. Ach ja, Mario Götze nahm wieder auf der Bank Platz, aber das läuft ja in der "Ära Pep" unter der Kategorie "Dauerzustand" nicht unter "Überraschung". Blöd nur, dass am Ende das Duo Robben/Ribery seinen Schwung wieder hatte, aber Mainz die Punkte.

"Wir sind stark zurückgekommen, aber wenn es 1:1 steht, muss man weiter. Wir müssen versuchen, solche Konter nicht zuzulassen, da ging einiges schief. Wir müssen rigoroser sein. Aber wenn du viele Spiele hintereinander gewinnst, kommt der Moment, an dem du verlierst. Das war schade heute", ärgerter sich der niederländische FCB-Torschütze.

Bilder und Noten: Ein Zweier und ein Fünfer bei Bayern-Pleite

Thomas Müller blieb nur ein Bankplatz.

Sportvorstand Matthias Sammer war es zuvor nur wenige Worte wert, als er bei Sky zu dieser "Champions-League-Rotation" befragt wurde. "Nun ja, wir haben die günstige Phase, dass viele zurück sind, und wir nur im hinteren Bereich noch gewisse Probleme haben", sagte er. "Und Philipp und Xabi - sie werden es mir verzeihen - haben ja schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Da geht es um die Steuerung der Belastung. Wir müssen gegen Mainz ohne sie zurechtkommen."

Sammer: "Mainz leistet Außergewöhnliches"

Das ging gründlich in die Hose - gerade hinten. Stattdessen bewahrheitete sich Sammers zweite Aussage, dass Mainz ein starker Gegner ist. "Diese Mannschaft leistet in diesem Jahr Außergewöhnliches", erklärte der Sportvorstand. Dazu kam Loris Karius im Tor, der "einer der besten Torhüter ist", wie Mainz-Präsident Harald Strutz sagte.

Was die Bayern nachdenklich stimmen muss, ist der Schlusssatz von Strutz - denn so werden auch Dortmund und Turin denken. "Es ist bekannt, dass es schwierig ist, wenn die Bayern mit ihren Einzelspielern aufdrehen. Aber dagegen hat man ja die ­Chance, Konter zu setzen…" Die tun sehr weh - auch wenn sie von ­Alten Damen gefahren werden.

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