Bayern-Klatsche in Wolfsburg

Neuer: "Das ist in die Hose gegangen"

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Vier Gegentore musste Manuel Neuer gegen den VfL Wolfsburg hinnehmen.

München - Mit 4:1 verliert der FC Bayern München zum Rückrundenauftakt beim VfL Wolfsburg. Manuel Neuer ist froh, dass am Dienstag bereits das Heimspiel gegen den FC Schalke 04 ansteht.

Bitte notieren: Am 30. Januar 2015 hatte Bundestrainer Joachim Löw nicht Recht. Aber fast ganz Fußballdeutschland dürfte ihm noch am selben Tag verziehen haben. Mit Ausnahme der Bayernfans natürlich… „Hmmm, 2:2“, werde das Spiel ausgehen, sagte der Welttrainer des Jahres 2014 in der 45. Minute. Da stand es 2:0 für Wolfsburg. In der 53. Minute fiel das 3:0, am Ende hieß es 4:1 für Wolfsburg.

Und dass es so kam, konnte irgendwie keiner richtig glauben – vor allem die Spieler in der Bayernzentrale nicht. Xabi Alonso und Bastian Schweinsteiger bekamen das Spiel überhaupt nicht in den Griff, was Mehmet Scholl in der ARD erklärte. „Wolfsburg hat es mit relativ einfachen Mitteln geschafft, die Bayern in Probleme zu bringen. Sie haben die Mitte zugemacht, sie sind immer draufgegangen auf Schweinsteiger und Alonso. Die hatten keine Zeit, den Ball mal in Ruhe anzunehmen, dann mussten andere Spieler im Aufbau einspringen, und dadurch wurde es ungenauer. Spieler wie Alonso sind das ja gar nicht mehr gewohnt, dass sie so hart attackiert werden – oder eher nickelig. Bastian kennt das eher. Er hat versucht, den offensiven Mann zu geben. Das hat den Nachteil, dass er das Spiel nicht vor sich hat – das liebt er nicht.“

Jogi Löw wiederum, und mit dieser Einschätzung ist er sicher nicht alleine, sagte, dass dieses Spiel eher ein Einzelfall war. Bei Sky sagte er: „Das Ergebnis ist verdient, Bayern ist nicht in seinen Rhythmus gekommen. Sie haben es immer wieder versucht, mit langen Bällen hinter die Abwehr zu kommen.“ Spielerisch sah das nicht aus – sind die Bayern also plötzlich leichter zu schlagen? Nein, meint der Bundestrainer: „Wenn nicht Wolfsburg, wer denn dann? Die sind Tabellenzweiter der Bundesliga. Grundsätzlich glaube ich, dass Bayern wieder in seinen Rhythmus kommt und die Meisterschaft holen wird. Ganz ehrlich, sie haben die größte Ausgeglichenheit und Qualität im Kader. Aber in einem Spiel sind sie schlagbar, natürlich!“

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Schlagbar zu sein, müssen die Bayern aber erst wieder lernen. Wer einen relativ aufgeräumten Manuel Neuer nach dem Spiel in der ARD hörte, der sollte sich keine Sorgen um die Bayern machen. Der Keeper freute sich, dass am Dienstag bereits das Spiel gegen Schalke ansteht („Sonst wäre es schlimm für uns, acht Tage warten zu müssen“) und ordnete dann die Niederlage ganz ruhig so ein: „Das ist in die Hose gegangen, aber es ist jetzt auch keine Katastrophe ausgebrochen.“

Bastian Schweinsteiger war schon eher etwas angefressen, er meinte bei Sky nach der Partie: „Es war viel Power drin, für uns lief es nicht so gut. Es darf uns nicht passieren, dass wir uns so einfach auskontern lassen. Wir müssen das analysieren.“ Und Jerome Boateng war noch etwas selbstkritischer. „Wir haben richtig schlecht gespielt und überhaupt keine Zweikämpfe gewonnen.“ Aber auch er fand noch einen positiven Aspekt: „Gut, dass es heute passiert ist. Wir müssen jetzt aufwachen!“ In die gleiche Kerbe schlug auch Arjen Robben. „Das ist natürlich ein Schock“, gestand er. „Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.“

tz

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