Erster Titel der neuen Saison!

Bayern-Neuzugänge zerlegen zahme Wölfe

Hamburg - Der FC Bayern München hat mit dem VfL Wolfsburg im Finale des Telekom Cups kurzen Prozess gemacht. Die Neuzugänge Lewandowski und Rode trafen jeweils.

Update vom 11. Juli 2015: Der Telekom Cup geht in die nächste Runde - das Turnier 2015 steht an. Der FC Bayern ist Titelverteidiger in Gladbach. Wir sagen Ihnen, wo Sie den Telekom Cup 2015 anschauen können.

Update: Wenige Wochen nach dem Telekom-Cup-Debakel für den VfL Wolfsburg kann der FC Bayern noch einmal seine Stärke unter Beweis stellen. Zum Bundesliga-Auftakt treffen die Teams erneut aufeinander. Alles, was Sie über die Partie FC Bayern gegen VfL Wolfsburg wissen sollten, lesen Sie in unserem Fakten-Check. Wann und wo das Spiel im Fernsehen und Live-Stream läuft, erfahren Sie in unserem TV-Guide.

26 Tage vor dem Saisoneröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga ist der FC Bayern München schon in guter Frühform. Der Rekordmeister gewann am Sonntag das Finale des Telekom Cups im Hamburger Volkspark gegen den VfL Wolfsburg souverän mit (3:0). Die Niedersachsen sind auch der Auftaktgegner in München. Als Torschützen glänzten die Zugänge Robert Lewandowski (4./20. Minute) und Sebastian Rode (15.). „Die Jungen haben das super gemacht , aber man sollte auch die Füße still halten“, wies Holger Badstuber im Sat.1-Interview auf den frühen Saisonzeitpunkt hin.

Das Bemerkenswerteste in der zweiten Halbzeit war noch ein Vorfall, als zwei Flitzer über den Rasen rannten. Einer der beiden nutzte die Gelegenheit sogar und machte einen Selfie mit Javi Martinez.

Der Hamburger SV belegte nach einem 3:1 (2:1)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach Platz drei. Jacques Zoua (3.), Rafael van der Vaart (21.) und Kerem Demirbay (53.) trafen für die Norddeutschen. Raffael (4.) sorgte vor 42 000 Zuschauern für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Der Ticker zum Spiel zum Nachlesen.

Den ersten Pokal der Saison verdienten sich die ohne ihre WM-Helden angetretenen Bayern durch gutes Zusammenspiel. Tor Nummer 1 war noch durch eine Einzelaktion von Franck Ribéry über die rechte Seite zustande gekommen. Ribérys Flanke verwertete Lewandowski. Danach trieb Trainer Pep Guardiola seine Elf an der Seitenlinie zu höherem Tempo an. Besonders sehenswert war dann ein Doppelpass zwischen dem Ex-Frankfurter Rode und Claudio Pizarro. Wolfsburgs Schlussmann Max Grün hatte keine Chance. „Auf einen Nenner gebracht: Bayern macht es gut, wir mir machen es schlecht. Ribéry und Lewandowski darf man nicht in Ruhe lassen, dann spielen sie Fußball“, sagte VfL-Manager Klaus Allofs bei Sat.1.

Wolfsburg blieb gegen die Bayern schwach, zeigte aber gegen den HSV am Samstag gute Ansätze. Dort hatten die Niedersachsen erst im Elfmeterschießen mit 6:5 gewonnen. Zu den Zielen des VfL sagte Allofs: „Bayernjäger - das Wort fällt bei uns nur in dem Zusammenhang, dass wir es verneinen. Wir sind kein Bayernjäger.“ Mittelfristig wolle man in die Champions League: „Im Moment sind die Kräfteverhältnisse noch klar. Wenn es einen Bayern-Jäger gibt, ist es Dortmund. Danach wird es enger. Wir wollen den fünften Platz bestätigen.“

Der HSV, der an diesem Montag ins Trainingslager nach Österreich reist, zeigte fast einen Monat vor Saisonbeginn eine ansprechende Leistung. „Wir wollen nicht euphorisch sein, aber es ist superschön, mal wieder zu gewinnen. Die Mannschaft spielt freier und mutiger, wenn sie führt“, sagte Trainer Mirko Slomka.

Bei den ersten beiden Toren der Gastgeber machte Gladbachs Keeper Christofer Heimeroth eine unglückliche Figur. Zuerst landete ein Kopfball von Zoua unglücklich auf seinem Rücken und danach im Tor, beim Treffer von van der Vaart war er zu weit herausgelaufen. Der HSV machte einen viel fitteren Eindruck als zuletzt in der Liga. Nach einem Schlag auf den Knöchel am Samstag war der von Hertha BSC verpflichtete Pierre-Michel Lasogga am Sonntag gar nicht im Kader.

Bis auf Zoltan Stieber aus Fürth ist aber noch keine Verstärkung dazugekommen. „Ich weiß, mit welcher Intensität Dietmar Beiersdorfer arbeitet. Wir sind auf einem sehr guten Weg“, sagte Slomka über den neuen Vorstandsvorsitzenden. Als Wunschkandidat gilt Nicolai Müller von Mainz 05, mit dem man sich schon einig sein soll.

Bilder: Bayern lassen Wolfsburg keine Chance

Bilder: Bayern lassen Wolfsburg keine Chance

Telekom Cup 2014: Die Spiele vom Samstag

Am Samstag setzte sich im ersten Halbfinale zunächst der VfL Wolfsburg gegen den HSV durch. Die Wölfe siegten nach einem torlosen Remis in der regulären Spielzeit mit 6:5 im Elfmeterschießen. Kurz danach lieferten sich der FC Bayern ohne seine Nationalspieler und Borussia Mönchengladbach ein heißes Duell. Kurz vor der Pause brachte Robert Lewandowski die Münchner mit einem traumhaften Lupfer in Führung, die Franck Ribéry nach der Halbzeit erhöhte. Danach kamen die Fohlen aber noch einmal durch zwei Strafstöße heran. Im anschließenden Elfmeterschießen setzte sich der Vorjahressieger dank Torhüter Tom Starke durch.

Telekom Cup 2014: Alle Ergebnisse

Samstag, 26. Juli 2014 Team A Ergebnis Team B
Halbfinale 1, 18:30 Uhr Hamburger SV 0:0, 5:6 i.E. VfL Wolfsburg
Halbfinale 1, 20:30 Uhr FC Bayern München 2:2, 5:4 i.E. Borussia M'gladbach
Sonntag, 27. Juli 2014
Spiel um Platz 3, 16:30 Uhr Hamburger SV 3:1 Borussia M'gladbach
Finale, 18:15 Uhr VfL Wolfsburg 0:3 FC Bayern München

sid

Rubriklistenbild: © dpa

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