Rode und Dante nicht im Kader

Thiago fit für Hoffenheim - Talente zur Reserve

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Thiago (l.) ist für die Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim wieder fit.

München - Zehn Siege, vier Unentschieden - die Bayern-Bilanz gegen Hoffenheim spricht vor dem 15. Duell eine klare Sprache. Torwart Neuer erinnert sich aber an "enge Spiele". Sein Trainer muss Luxusprobleme lösen.

Rotation nach einem 5:0-Start? Eigentlich hat Pep Guardiola keine Veranlassung, seine Erfolgself vom Liga-Auftakt gegen den Hamburger SV im ersten Auswärtsspiel des FC Bayern bei 1899 Hoffenheim zu verändern. Aber im Sinne des internen Betriebsfriedens könnte der Trainer des deutschen Fußball-Meisters am Samstag (15.30 Uhr) doch die eine oder andere Umstellung vornehmen, um Stars wie Thiago, Mario Götze oder auch Juan Bernat nicht wieder auf die Bank verbannen zu müssen. Etablierte und von anderen Bundesligaclubs umworbene Profis wie Dante oder Sebastian Rode hatten am ersten Spieltag sogar auf der Tribüne gesessen, zählten nicht zum Kader.

„Die Startelf ist schwierig. Aber das ist mein Beruf. Ich muss das tun“, sagte der Bayern-Coach am Freitag und versicherte: „Ich habe mit meinen Spielern kein Problem. Das einzige Problem ist, sie wollen alle spielen. Und manchmal ist meine Entscheidung anders.“

Egal mit welcher Aufstellung, gegen Hoffenheim haben die Bayern in der Bundesliga noch nie verloren. Zehn Siege, vier Unentschieden lautet die ausgezeichnete Bilanz. „Aber es waren oft enge Spiele“, erinnerte Nationaltorwart Manuel Neuer. Gerade in frühen Phasen der Saison und vor dem Beginn der Englischen Wochen gelte es, „von Anfang an die Punkte einzufahren und keine Schwäche zu zeigen“.

Auch Kapitän Philipp Lahm betonte die Wichtigkeit, bestens aus den Startlöchern zu kommen. „Man wird die Meisterschaft nicht am ersten oder zweiten Spieltag gewinnen. Aber man kann Boden verlieren.“ Und das will der Meister unbedingt vermeiden. „Wir müssen von Anfang an zeigen, dass wir da sind. Mit dieser Körpersprache müssen wir auf den Platz gehen“, erklärte Arjen Robben.

Sieg-Rhythmus aufnehmen lautet die Bayern-Marschroute. Und ganz persönlich wollen die Stars ebenfalls in Schwung kommen. Robben meldete sich nach seiner Verletzungspause am Ende der vergangenen Saison fit für 90-Minuten-Einsätze. „Spiele sind für mich jetzt das wichtigste. Aber da bin ich abhängig vom Trainer.“

Spielpraxis benötigt auch Thiago, den Guardiola wegen eines „kleinen Problems“ zu Wochenbeginn beim Benefizspiel in Dresden nicht eingesetzt hatte. Er wollte „kein Risiko“ eingehen, aber der Spanier sei wieder „fit und gesund“, also in Hoffenheim einsatzfähig. Leicht angeschlagen ist der Brasilianer Rafinha (Sprunggelenk).

Der extreme Konkurrenzkampf führt zu individuellen Härtefällen. So gelten Edelreservisten wie Rode oder Dante prompt als mögliche Wechselkandidaten; Ende des Monats endet die Transferfrist. „Ich verstehe komplett die Situation von Sebastian Rode und den anderen Spielern“, sagte Guardiola, bevor er sowohl Rode („Gibt immer Vollgas“) als auch Dante („Super Profi“) persönlich wertschätzte. „Entscheidungen trifft der Verein“, verkündete Guardiola.

Kein Platz mehr im Luxuskader des Rekordmeisters ist zumindest vorläufig für die Talente Gianluca Gaudino (18), Sinan Kurt (19) und Julian Green (20). Das Trio soll bei der zweiten Mannschaft trainieren und in der Regionalliga Spielpraxis sammeln. „Junge Spieler müssen spielen“, begründete Guardiola. Eine Ausleihe der Jungprofis strebt der Coach nicht an: „Sie sind an einem guten Ort.“

dpa

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