Gäste in allen Belangen unterlegen

Sechs Bayern-Watschn für Werder zum Liga-Auftakt

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Robert Lewandowski erzielte im Bundesliga-Eröffnungsspiel einen Dreierpack.

München -  Der FC Bayern München hat die ersten drei Punkte der neuen Bundesliga-Saison eingefahren. Vor heimischer Kulisse besiegte der deutsche Meister Werder Bremen deutlich mit 6:0.

Na sowas! Zum Auftakt der 54. Bundesligasaison gab es am Freitagabend in Fröttmaning diesmal nicht Fußball, sondern Tennis. Mit einem lupenreinen 6:0-Satz knüppelte der FCB Werder Bremen vom Rasen und ließ gleich einmal zu Beginn der neuen Spielzeit die Muskeln spielen. Lewandowski glänzte mit einem Hattrick, außerdem trafen Xabi Alonso, Lahm und Ribéry. Ancelotti: „Wir haben gut begonnen, Tore gemacht und kontrolliert.“

Es lebte sich nicht leicht als Bremer in Fröttmaning. Erst die von Tim Bendzko vorgetragenen Nationalhymne im Ohr, dann die Bayern auf dem Rasen – und das ohne Pizarro, Kruse und Junuzovic. Gibt Schöneres, wie sich schon nach neun Minuten zeigte. Lahm flankt, Cladirola klärt, Alonso lässt die Kugel hüpfen und prügelt sie mit Mach3 in den Kasten. 1:0. Zeit zum Durchatmen? Nö. Keine vier Minuten später steckt Ribéry auf Lewandowski durch, der Wiedwald aus spitzem Winkel überwindet. 2:0, Carletto grinst.

Zurecht. Bis auf Zufallsangriffe war Bremen die erste Hälfte mit Laufen beschäftigt. Der Grund: Die Bayern zauberten. Ähnlich wie unter Pep ließen die Roten die Kugel geschickt laufen, im Gegensatz zum einschläfernden Guardiola-Gepasse hat Ancelotti die Bayern etwas vertikaler eingestellt. „Wir wollten so Räume öffnen und damit die Verteidigung knacken, das ist uns gelungen“, so Carletto. Immer wieder tauchten Carlos Männer – auch dank der Bremer Nachlässigkeit – vor Wiedwald auf, ein Müller-Pfosten und eine Lewy-Latte bewahrten Werder zum Pausentee noch vor größerem Übel.

Bayern lässt die Muskeln spielen: Vier 1er und 2er

Bis zur dritten Hütte dauerte es aber nicht lange. Keine Minute, um genau zu sein. Müller hob von rechts eine Bananenflanke rein, die Mr. Lewangoalski lockerlässig mit der Sohle vollendete. 3:0. Die Bayern im Testkick-Modus, Werder im Hitchcock-Modus. So blickte jedenfalls Viktor Skripnik dren, dessen Stuhl nach dem Pokal-Aus gegen Drittligist Lotte nun noch heftiger wackelt. War den Bayern schnuppe. Pass hier, Pass da da, alles ungefähr so entspannt wie die Miene von Carlo, der nach drei Jahren Furioso-Pep wie eine Art Buddha der Coaching-Zonen wirkt.

Die Männer in grünweiß wirkten hingegen wie Fahnenstangen, vor allem in der 66. Lahm und Müller spielten im Strafraum entspannt Doppelpass, worauf der Kapitän das Leder seelenruhig erst an den Pfosten und von da aus ins Netz hämmerte. Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Richtig: Ribéry. Nach seinem Ausraster im Supercup gegen Passlack schoss sich auch der Franzose den Frust von der Seele und zirkelte den Ball ohne den Hauch einer Deckung unter die Latte. Das Finale: Ein Lewy-Elfer, der den Hattrick des Polen und das erste Schützenfest der Saison vergoldete. Macht Spaß.

Den kompletten Verlauf des Eröffnungsspiels der 54. Bundesliga-Saison können Sie nochmal in unserem Ticker nachlesen.

Nach dem Spiel wurde noch die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals ausgelost. Den FC Bayern erwartet ein Heimspiel gegen einen bayerischen Klub.

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