Gerüchte um Mandzukic und Co.

Startet Bayern nach Berlin die Personalrochade?

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Seit Wochen gibt es diverse Wechsel-Gerüchte um Mario Mandzukic.

Berlin - Es wird ein Spiel mit Folgen für Bayern München - nicht nur sportlich. Das DFB-Pokal-Finale gegen Borussia Dortmund dürfte sich auch auf die personellen Planungen auswirken.

Mario Mandzukic durfte seine vielleicht letzte Dienstreise mit Bayern München gar nicht erst antreten. Der kroatische Torjäger blieb daheim, weil Trainer Pep Guardiola völlig überraschend auf ihn verzichtete. Dem Duell mit dem künftigen Münchner Robert Lewandowski am Samstag im DFB-Pokal-Finale (20 Uhr/ARD und Sky) kann er sich nicht stellen. Seine Zukunft beim Fußball-Rekordmeister ist damit fraglicher denn je.

Offenkundig hatte Guardiola disziplinarische Gründe. „Er könnte spielen, das ist meine Entscheidung, das ist alles“, sagte der Spanier, nachdem die Bild-Zeitung über ein angebliches spektakuläres Tauschgeschäft des FC Bayern mit dem FC Chelsea berichtet hatte. Demnach soll der deutsche Rekordmeister großes Interesse am brasilianischen Defensivspieler David Luiz haben und bereit sein, für den 27-Jährigen 30 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Die Londoner aber präferierten wohl eher ein Tauschgeschäft, dass ihnen Mandzukic bringt.

Es ist dies ebensowenig die erste Wechselspekulation um den Bayern-Stürmer wie um einige seiner Mannschaftskollegen. Toni Kroos war mit Manchester United in Verbindung gebracht worden, Thomas Müller mit ManUnited und dem FC Barcelona, auch Javi Martinez sagte man einen Kontakt zu Barca nach. Zudem wurden dem Schweizer Xherdan Shaqiri Abwanderungsgedanken unterstellt. Als Zugänge werden indes neben Luiz der Marokkaner Mehdi Benatia (AS Rom) und der Franzose Aymeric Laorte (Atheltic Bilbao) gehandelt. Fix ist der Transfer von Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt) und eben Lewandowskis Verpflichtung.

Gesamtanalyse nach dem Pokal-Finale

Beim FC Bayern haben die Personal-Diskussionen also schon vor dem Saisonabschluss in Berlin gehörig Fahrt aufgenommen. Vom Verein gab es erwartungsgemäß noch keine konkreten offiziellen Kommentare, doch Sportvorstand Matthias Sammer erweckte vor dem brisanten Vergleich mit dem Dauerrivalen zumindest einige Neugier - das Endspiel gegen den BVB habe für die zuküntige personelle Planung eine große Bedeutung, deutete er an. „Es ist ein Teil einer Gesamtanalyse, deshalb gab es auch noch keine Entscheidungen. Samstag ist ein wichtiger Bestandteil dafür, wie sich jeder Einzelne in die Gruppe einbringt“, sagte er.

Das letzte Spiel der Saison entscheidet also nicht nur, ob es eine gute oder sehr gute Saison für den FC Bayern wird, es ist vor allem auch ein Charaktertest. Denn klar wurde zuletzt, dass Trainer Pep Guardiola die Mannschaft weiter nach seinen Vorstellungen perfektionieren wird. „Zwischen Pep Guardiola und den gesamten FC Bayern passt kein Blatt Papier!“, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Zuge der Debatte um das Spielsystem des 43-Jährigen. Der Katalane sei ein „ganz großartiger, ganz erfolgreicher Trainer mit einer klaren Philosophie und Vision.“

Der FC Bayern "entscheidet exklusiv"

Von sich aus hat aber offenbar noch kein Profi einen Abgang angebahnt. „Bisher ist keiner in mein Büro gekommen, daher gehe ich davon aus, dass alle zufrieden sind und sich hier wohlfühlen“, sagte Rummenigge in dieser Woche. Man gehe total entspannt mit der Situation um. „Am Ende des Tages entscheidet exklusiv der FC Bayern, wie der Kader im nächsten Jahr aussieht.“

Wohl unmittelbar nach dem Finale soll die Ausrichtung festgelegt werden - und auch, welche Spieler das betreffen wird. Zu Mandzukic, der an den FCB noch bis 2016 gebunden ist, hatte es in der Vergangenheit vor allem von Rummenigge diverse Treuebekenntnisse gegeben. Auch deren Haltbarkeit wird sich in Kürze erweisen. „Ihr werdet bald alles wissen“, sagte Mandzukic vor 14 Tagen nach dem 4:1 beim Hamburger SV.

SID

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