Sportvorstand reist nicht mit nach Berlin

Ohne Matthias Sammer zur möglichen Meisterfeier

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Matthias Sammer ist krank.

München - Am Samstag können die Bayern die Meisterschaft schon fix machen. Doch einer wird in Berlin nicht mit dabei sein: Matthias Sammer.

Update II vom 10. Juli: Insider wundern sich nicht: Darum ist das Aus von Matthias Sammer beim FC Bayern München ein logischer Schritt.

Update vom 10. Juli 2016: Der Sammer-Hammer: Der FC Bayern München und Sportvorstand Matthias Sammer gehen ab sofort getrennte Wege. Mittlerweile hat der Verein auch eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Am Wochenende können die Bayern ihre 26. Meisterschaft eintüten, es wäre ganz nebenbei die vierte in Folge – Rekord! Zumindest an diesem Spieltag sind sie dabei noch auf Schützenhilfe angewiesen und müssen auf einen Stuttgarter Sieg gegen den BVB hoffen. Gewinnen die Roten gleichzeitig (Samstag, 15.30 Uhr, bei uns im Live-Ticker) in Berlin, dürfen sie wieder einmal vorzeitig die Schale feiern. Diesmal allerdings ohne Matthias Sammer, der Sportvorstand des FC Bayern fliegt am Freitag nicht mit der Mannschaft in die Hauptstadt. Die tz weiß: Der 48-Jährige plagt sich weiter mit einer Virusgrippe herum, die ihn bereits den Finaleinzug im DFB-Pokal unter der Woche nur zu Hause vor dem Fernseher verfolgen ließ. Und weil nicht nur Sammers Titelhunger, sondern auch seine Grippe ansteckend ist, bleibt er von der Mannschaft isoliert.

Mit Blick auf seine persönlichen Feierpläne dürfte der FCB-Sportvorstand vielleicht heimlich dem BVB am Samstag die Daumen drücken, schließlich war er es, der in der Vergangenheit bei jeder Gelegenheit die große Bedeutung der Meisterschaft in den Vordergrund schob. „Wir können Geschichte schreiben im deutschen Fußball. Ich rede nicht von der Champions League, ich rede nicht vom Pokal. Ich rede von der magischen Vier – die uns alle antreibt, die auch mich antreibt“, hatte Sammer vor einiger Zeit den historischen Liga-Triumph definiert. Jetzt muss er diesen Moment möglicherweise im TV verfolgen – oder eben später mitfeiern.

Näher dran ist am Samstag Hertha-Coach Pal Dardai – wobei das Vergnügen angesichts des 0:3 im Pokal gegen Dortmund zweifelhaft sein dürfte. „Wir werden alles dafür tun, Bayern einen Punkt zu klauen“, sagte er tapfer. Allerdings weiß auch Manager Michael Preetz: „Die Bayern sind einen Tick besser als Dortmund. Wir werden eine außergewöhnliche Leistung brauchen, wenn wir etwas holen wollen.“

„Wir werden versuchen, die Mannschaft frisch zu kriegen und zu rotieren“, kündigte Dardai an. Valentin Stocker, Peter Pekarik und Tolga Cigerci werden neu in die Start­elf rücken. Mit „Straßenfußball“ haben die Berliner am Donnerstag „die Müdigkeit rausgebolzt“, berichtete Dardai. Angeschlagen sind Torwart Jarstein und Innenverteidiger Anthony Brook. Ihr Mitwirken am Samstag ist fraglich.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Fazit Pal Dardai: „Wir müssen jetzt darum kämpfen, dass wir nächste Saison wenigstens Europa League, wenn möglich sogar Champions League spielen, denn meine Mannschaft braucht solche Drucksituationen öfter.“ In dieser Saison habe man sich von „von einem auf hundert Prozent gesteigert. Das war vielleicht ein bisschen viel für alle, für uns und für Berlin“.

tz

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