Nach Aus in der Champions League

Ist Guardiola gescheitert? Das sagt Ottmar Hitzfeld

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Pep Guardiola wird von Ottmar Hitzfeld in Schutz genommen.

München - In wenigen Tagen ist die Ära Guardiola beim FC Bayern vorbei. Was bleibt, sind - bisher - zwei Meistertitel und ein Triumph im DFB-Pokal. Ist der Spanier also gescheitert? Ottmar Hitzfeld hat dazu eine klare Meinung.

Schon wieder war für den FC Bayern im Halbfinale der Champions League Schluss - Pep Guardiola (45) war der große europäische Titel mit den Münchnern einfach nicht vergönnt. Und quasi schon mit Abpfiff legten die Pep-Kritiker los. So zog zum Beispiel Sportmoderator Waldemar Hartmann nach dem wohl bittersten Sieg in der Ära Guardiola mächtig über den Coach her. Und auch diverse Sportjournalisten versuchten zu erklären, wie die sportliche Bilanz des Spaniers einzustufen sei. Aber ist Pep Guardiola bei den Bayern wirklich gescheitert? "Darauf gibt es nur eine Antwort: Nein, ist er nicht", sagte Ottmar Hitzfeld (67) jetzt im Interview mit der Bild.

Man dürfe schließlich nicht vergessen, dass Bayern damals gerade das Triple gewonnen hatte, als Pep Guardiola 2013 von Jupp Heynckes übernahm. Und normalerweise falle eine Mannschaft nach so einem Erfolg in ein Loch. "Aber Guardiola hat Bayern davor bewahrt und gierig gemacht", erklärte Hitzfeld und stellte fest: "Guardiola wird nicht fair bewertet." Auch könne er die Kritik nicht verstehen, der Spanier solle sich nie wirklich mit den Bayern identifiziert. haben "Wenn man ihn an der Seitenlinie gesehen hat, weiß man, wie viel Leidenschaft er für diesen Verein gegeben hat. Er hat bei jedem Fehlpass gelitten."

"Guardiola versagt in seiner Mission": Pressestimmen zum Halbfinale

Außerdem habe Guardiola in seiner Amtszeit den Bayern eine nie dagewesene Passqualität und Hochgeschwindigkeitsfußball eingetrichtert und damit die gesamte Bundesliga aufgewertet. "Jeder, der es nicht als Sensationsleistung anerkennt, dass Guardiola Bayern drei Mal in Folge ins Halbfinale geführt hat, hat keine Ahnung."

Hitzfeld selbst glaubt, dass dem Spanier erst viele Wochen nach seinem Abschied aus München die Ehre zuteil wird, die er verdiene - und die Erklärung dafür ist ganz einfach: "Oft begreift man erst, wenn jemand weg ist, wie gut er wirklich war."

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