FC Bayern in der Pflicht

Rummenigge fordert Reaktion gegen Özil und Co.

Mesut Özil, Thomas Müller, Philipp Lahm
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Mesut Özil (M.) mit dem Ball am Fuß, Bayerns Thomas Müller (l.) und Philipp Lahm beobachten ihn.

München - Nach der Hinspiel-Niederlage gegen den FC Arsenal und der Nullnummer von Frankfurt sieht sich Bayern München gegen die Londoner besonders gefordert.

Jetzt bloß keine Schwächephase! Nach der Hinspiel-Niederlage gegen den FC Arsenal und der enttäuschenden Nullnummer bei Eintracht Frankfurt will Bayern München auf dem Weg zum eingeplanten Gruppensieg in der Königsklasse zurück in die Erfolgsspur. „Das ist ein wichtiges Spiel. Wir sollten und müssen gewinnen, sonst kommen wir irgendwann unter Druck“, betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem zweiten Duell mit den Weltmeistern Per Mertesacker und Mesut Özil am Mittwoch (20.45 Uhr/bei tz.de im Live-Ticker).

Noch führen die Bayern Staffel F mit zwei Siegen punktgleich vor Olympiakos Piräus und dem englischen Pokalsieger (drei Zähler) an. Sollte das Starensemble von Trainer Pep Guardiola aber erneut keine Lösungen gegen das „nach italienischem Catenaccio-Vorbild ausgerichtete Bollwerk“ (Rummenigge) der Kanoniere finden, droht Platz eins in Gefahr zu geraten. „Wir haben leider das Hinspiel unglücklich 0:2 verloren. Es gilt jetzt ganz einfach, dieses Ergebnis von London hier in München zu korrigieren“, sagte Rummenigge dem klubeigenen TV-Kanal: „Unser Ziel hat sich nicht geändert: Tabellenerster zu werden.“

Doch Arsenal ist in starker Form: In der Premier League hat sich die Mannschaft von Teammanager Arsene Wenger punktgleich mit Tabellenführer Manchester City auf Platz zwei vorgespielt. Bei den jüngsten Auftritten in München hat Arsenal überzeugt (2:0 2014/15, 1:1 2013/14), obwohl es jeweils im Achtelfinale ausschied. Eben deshalb hat Bayern-Kapitän Philipp Lahm „nur positive Erinnerungen“. Doch das könnte sich ändern. Er erwarte die Gunners „wie in London oder wie Frankfurt es praktiziert hat: sehr defensiv eingestellt“, sagte Rummenigge.

Der Vorstandschef ermahnte Guardiola und die Spieler, nicht über ultradefensive Gegner zu „lamentieren. Wir sollten uns damit abfinden.“ Trotz der jüngsten Enttäuschungen ist Rummenigge „für Mittwoch optimistisch, dass wir das packen können“. Zumal der FC Bayern alle seine sieben Heimspiele in der Königsklasse seit dem Debakel gegen Real Madrid im Halbfinale 2013/14 (0:4) mit stolzen 27 Toren gewonnen hat.

Um die erwartete „englische Mauer“ zu sprengen, müsse „unser Pass- und Positionsspiel stimmen“, sagte Lahm, „damit wir die entscheidenden Spieler frei oder ins Eins-gegen-Eins bekommen“. Das wird umso wichtiger, weil der FC Bayern fast jeden Gegner - auch die eigentlich offensiv eingestellten Gunners - zu einer vorsichtigen Spielweise zwinge, wie Coach Guardiola ausführte. Arsenal wolle ja angreifen, betonte der Katalane, „aber wenn wir unser Spiel spielen, werden sie es über Konter und lange Bälle versuchen“. Wie im Hinspiel.

Dort hatte Arsenal mit dieser Taktik Erfolg. Mertesacker erwartet deshalb „wütende“ Bayern. „Wir waren die erste Mannschaft, die sie wirklich herausgefordert und geschlagen hat“, sagte der frühere Nationalspieler, „sie werden beweisen wollen, dass sie besser sind als wir.“ Wie das gelingen kann, erklärte Guardiola: „Wir müssen gut aufbauen, viel laufen, schneller angreifen, mehr flanken, mit zehn Spielern Gegenpressing betreiben und die langen Bälle gewinnen. Wenn du das schaffst, ist der Gegner gar nichts.“

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen

FC Bayern: Neuer - Lahm, Martinez, Boateng, Alaba - Alonso - Robben, Müller, Thiago, Costa - Lewandowski. - Trainer: Guardiola

Arsenal: Cech - Bellerin, Mertesacker, Koscielny, Monreal - Coquelin, Cazorla - Flamini, Özil, Sanchez - Giroud. - Trainer: Wenger

Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)

SID

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