Kaderplanung beim FC Bayern

Das haben die Bayern mit Badstuber und Starke vor

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Grund zum Jubeln: Holger Badstuber wird zum Trainingsauftakt wohl fit.

München - Wer kommt? Wer geht? Die Kaderplanung beim FC Bayern für die neue Saison läuft derzeit auf Hochtouren. Was wird aus Holger Badstuber und Tom Starke?

Bei Tom Starke hat sich die Entscheidung über seine Zukunft bereits in vergangenen Wochen abgezeichnet, jetzt herrscht Klarheit: Der 35-jährige Torhüter verlängert seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim FC Bayern und bleibt ein weiteres Jahr an der Säbener Straße. 

Von Vereinsseite bestätigt ist das zwar noch nicht, jedoch äußerte sich nun Manuel Neuer, seines Zeichens unangefochtene Nummer Eins im Tor der Münchner, im Kicker zur Zukunft seines (Vertreter-)Vertreters. "Super", findet Neuer, dass Starke und er auch in der kommenden Saison zusammenarbeiten werden.

FCB startet mit Torwart-Quartett in die neue Saison

"Tom ist ein Supertyp, es macht Spaß, mit ihm zu trainieren", sagt Neuer, "ich freue mich für ihn, und ich freue mich auch für mich." Die Verlängerung sei gut für die gesamte Mannschaft. Daher könne man "nur gratulieren, auch dem FC Bayern."

Vertrauensvolles Verhältnis: Tom Starke (l.) und Manuel Neuer arbeiten seit 2012 zusammen.

Tom Starke wechselte 2012 ablösefrei von Hoffenheim nach München. Seither gibt er die zuverlässige und vor allem ruhige Nummer Zwei beziehungsweise Drei hinter Manuel Neuer. In vier Jahren in München kam er auf gerade einmal fünf Bundesligaeinsätze. Auch in der kommenden Saison wird sich an seinem Status nichts ändern. Gesetzt ist Neuer, auf der Bank Platz nehmen wird Sven Ulreich (27). Für Tom Starke bleibt, wie so oft in der abgelaufenen Spielzeit, wohl nur der Platz auf der Tribüne. Komplettiert wird das bayerische Torwart-Quartett von Talent Christian Früchtl (16).

Gespräch zwischen Rummenigge und Badstuber

Weitaus intensiver ist der Konkurrenzkampf dagegen in der Innenverteidigung des deutschen Rekordmeisters. Mit Jerome Boateng, Javier Martinez, Mehdi Benatia, Holger Badstuber und neuerdings Mats Hummels streiten sich gleich fünf Spieler um zwei zu vergebende Plätze in der ersten Elf.

Während der Marokkaner Benatia aller Voraussicht den Verein verlassen darf/wird, soll Badstuber weiterhin beim FC Bayern bleiben. Mit dem verletzungsgebeutelten Innenverteidiger soll Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge nun laut Kicker ein Perspektivgespräch geführt haben, um auszuloten, wie es mit dem 27-Jährigen weiter gehen soll. 

Demnach wollen beide Seiten die Zusammenarbeit auf jeden Fall bis zum Vertragsende im Juni 2017 fortsetzen und bis dahin vor allem die gemeinsame Entwicklung abwarten. Sogar eine Verlängerung des auslaufenden Arbeitspapieres stehe laut Kicker im Raum. Der FC Bayern hofft offenbar, dass das Eigengewächs - seit 2002 im Verein - seine frühere Klasse wiedererlangt.

Badstuber: Reha und OP "ohne jede Komplikation" 

In der abgelaufenen Saison kam der 31-malige Nationalspieler auf neun Einsätze für seinen Verein. Ein Muskelriss im Oberschenkel sowie ein Bruch des Sprunggelenks setzten Badstuber für große Teile der Saison 2015/16 außer Gefecht. Pünktlich zum Trainingsauftakt am 11. Juli - unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti - will der Innenverteidiger nach seiner insgesamt fünften schweren Verletzung (darunter zwei Kreuzbandrisse) aber wieder fit sein und voll mit der Mannschaft trainieren. Ein realistisches Ziel. Operation und Reha seien, so FCB-Fitness-Chef Dr. Holger Broich, "ohne jede Komplikation verlaufen."

Dass Mehdi Benatia zum Saisonstart noch im Kader der Bayern steht, ist schwer zu bezweifeln. Juventus Turin soll ernsthaftes Interesse an einer Verpflichtung des 29-jährigen Marrokaners haben. 

Derweil beschäftigen sich die FCB-Verantwortlichen offenbar mit zwei neuen Kandidaten für die Innenverteidigung. Neben dem 35 Millionen Euro-Neuzugang Mats Hummels könnten Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel und/oder Real Madrids Raphael Varane die Münchner Abwehr verstärken.

Auch in der Offensive könnte es noch Verstärkungen geben. Dabei werden zahlreiche Namen durch die Gerüchteküche getrieben: von Superstar Zlatan Ibrahimovic bis hin zu Brasilien-Talent Jesus Gabriel.

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