Namen für Sammer-Nachfolge werden gehandelt

Das plant Hoeneß in der Führungsetage

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Uli Hoeneß wird wieder Präsident beim FC Bayern.

München - Uli Hoeneß kehrt zurück. Die Bundesliga sieht in dem Comeback eine Chance. Beim FC Bayern werden Namen zur Sammer-Nachfolge gehandelt.

Einst waren sie sich spinnefeind, doch vor einiger Zeit begruben Uli Hoeneß und Willi Lemke, Jahrzehnte Manager von Werder Bremen, das Kriegsbeil. Nach der Bekanntgabe, dass es seinen alten Kontrahenten wieder an die Spitze des FC Bayern zieht, reagierte nun selbst Lemke erfreut. In der „Bild“ sagte er: „Unser Rechtssystem soll rehabilitieren. Das hat es getan. Uli hat die Strafe verbüßt, damit ist das Vergehen abgegolten. Wenn er die Kraft findet, freue ich mich, dass er wieder zurückkommt.“

Lemke meinte, es sei „ein schwerer Fall von Steuerhinterziehung“ gewesen. Nun aber sollte man nach vorn blicken: „Sein Wissen, seine Kontakte, da kann die ganze Liga profitieren.“ Das Comeback des Bayern-Machers sei eine Chance, Lemke nahm den 64-Jährigen da im Namen aller in die Pflicht: „Es wäre wichtig, dass er sich nicht nur für seine Bayern einsetzt, sondern für alle Klubs. Nur wenn es der Liga gut geht, kann es auch Bayern gut gehen.“

Umstrukturierung der Führungsetage

Unterdessen machen rund um die Säbener Straße die nächsten Namen die Runde, wenn es um Umstrukturierungen in der Münchner Führungsetage geht. Die Ex-Profis Willy Sagnol, Hasan Salihamidzic und Jens Jeremies – durch die Bank Spieler, die Hoeneß besonders ans Herz gewachsen sind – könnten eine Rolle spielen, etwa wenn im nächsten Jahr ein Chef für das neue Nachwuchsleistungszentrum gesucht wird.

Während Mehmet Scholl kein Kandidat ist, soll auch Max Eberl, aktuell Sportchef bei Mönchengladbach, noch immer auf der Liste stehen. All diese Namen vereint eines der Kriterien, das Hoeneß am wichtigsten ist: Stallgeruch.

Schels und Mayer als Vize-Kandidaten

Ein Thema in den nächsten Monaten wird auch sein, wer neben Hoeneß den zweiten Platz für Vereinsvertreter im Aufsichtsrat einnimmt. Außer dem designierten Klubchef zieht einer der beiden Vizepräsidenten mit in das Gremium ein. Weil Karl Hopfner im November abtritt, heißen die aktuellen Anwärter Rudolf Schels und Dieter Mayer – Ersterer steht in der Kritik, es gibt da Differenzen in der Basketball-Abteilung.

Hoeneß’ Rückkehr widerspräche im Übrigen keinerlei Compliance-Regeln, sagte der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber bei „Antenne Bayern“: Das sei „kein Thema. Er hat für seine Tat bezahlt, da sollen die Leute mal in ihre Lehrbücher reinschauen. Dann werden sie feststellen, dass man für seine Taten nicht dauernd bezahlt.“

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