Das reizt ihn an England

Müller will Wechsel in Premier League nicht ausschließen

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Geld ist für Thomas Müller im Fußballgeschäft durchaus ein entscheidender Faktor.

München - Thomas Müller ist einer der begehrtesten Spieler beim FC Bayern. Besonders aus der Premier League gab es immer wieder Angebote. Die hatten auch ihren Reiz.

Er steht wie nur wenige andere Spieler für den unbedingten Willen zum Erfolg. Niemals aufgeben ist eine der Lebensmaximen von Thomas Müller. Die Titel mit dem FC Bayern und der WM-Sieg in Rio 2014 geben ihm Recht. Seine unorthodoxe, für den Gegner kaum berechenbare Spielweise lassen indes aber auch Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen aufkommen. In der Sommerpause gab es deswegen auch schon das ein oder andere unmoralische Angebot.

In seinem Verein zuckte man deswegen nicht einmal mit der Wimper. FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gab Müller das Attribut unverkäuflich und schmetterte damit alle Vereine ab, die angeblich bereit waren mehr als 80 Millionen Euro für den Stürmer mit den dünnen Waden aufzurufen. Für Thomas Müller selber sind solche Summen allerdings an sich nichts Schlimmes.

Müller: Premier-League-Gehälter haben ihren Reiz

"Das kann für den Fußball-Markt doch nur gut sein, wenn Vereine so viel Geld investieren können", sagte er im Interview mit der Welt am Sonntag. Befürchtungen der deutschen Vereine, dass die Premier League mit ihrem vielen Geld jetzt alles aufkauft, wollte er deswegen nicht bestärken. Er kann aber Spieler verstehen, die Verlockungen auf dem Gehaltszettel hinterherwechseln.

"Fußball ist letztendlich unser Beruf, darum muss akzeptiert werden, dass auch das Gehalt eine Rolle spielt. Natürlich üben solche Gehälter ihren Reiz aus, alles andere wäre doch geheuchelt", so der Rechtsfuß. Allerdings gibt es für Thomas Müller noch entscheidendere Dinge: Der Wohlfühlfaktor in einem Verein ist für ihn mindestens genauso wichtig.

Die Fans des FC Bayern müssen sich wohl also keine Sorgen um einen baldigen Abgang Müllers machen. Sein Vertrag läuft eh noch bis 2019 und er zählt bei den Roten definitiv zu den Besserverdienern.

Guardiola-Verlängerung nicht so wichtig

Apropos Vertrag: Ob Bayern-Trainer Pep Guardiola verlängert oder nicht, ist für ihn nicht unglaublich wichtig. Das "darf uns als Spieler auch nicht tangieren", erklärte Müller. Schließlich spiele man als Fußballer nicht für den Trainer. Die Leistung werde so oder so abverlangt, "ob wir nun wissen, wer 2017 unser Trainer ist, oder nicht."

Thomas Müller wird den Bayern-Fans mit seiner pragmatischen Art und seinen direkten Sprüchen wohl noch lange erhalten bleiben.

bix

Xaver Bitz

Xaver Bitz

E-Mail:xaver.bitz@merkur.de

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