„Würden uns sonst selbst zerfleischen“

Müller verrät: So läuft das Krisenmanagement beim FC Bayern

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Thomas Müller zählt beim FC Bayern auch ohne Kapitänsbinde zu den Führungsspielern.

München - Drei Spiele in Serie ohne Sieg - da kommen auch die Profis des FC Bayern mal ins Grübeln. Wie die Mannschaft in solchen Situationen reagiert und welche Rolle Carlo Ancelotti spielt, verrät Thomas Müller im Interview. 

Thomas Müller trägt beim FC Bayern das Prädikat „unverkäuflich“. Das durfte auch Manchester United im letzten Sommer erfahren, als es wegen einer Verpflichtung vorfühlte und angeblich bis zu 100 Millionen Euro auf den Tisch legen wollte. Stattdessen wurde der ohnehin schon bis 2019 laufende Vertrag des FCB-Offensivallrounders vorzeitig und zu deutlich besseren Bezügen bis 2021 verlängert.

Müller: „Das Einzige, was ungewöhnlich ist, ist mein Gesamtpaket“

Der Ur-Bayer kennt seine Qualitäten ganz genau, auch wenn seine Aktionen auf dem Platz ab und an etwas unkonventionell anmuten. „Es gibt gefährliche Räume beim Fußball, und wenn man sich ein bisschen mit dem Spiel beschäftigt, weiß man, was der gegnerischen Abwehr wehtut. Das sind oftmals die Läufe in die Schnittstellen zum richtigen Zeitpunkt. Das war schon immer eine meiner größten Stärken. Mein Stellungsspiel ohne Ball im Zwischenraum und die Wege in die Tiefe“, beschreibt der 27-Jährige im Interview mit goal.com seine Vorzüge.

Als ungewöhnlichen Fußballer sieht sich der Angreifer jedoch nicht. „Das Einzige, was ungewöhnlich ist, ist mein Gesamtpaket, wenn man die einzelnen technischen Fähigkeiten anschaut. Ich behaupte von mir zwar schon, dass ich eine gute Technik habe, das Dribbling ist aber nicht wirklich meine Stärke. Es gibt auch Stürmer, die einen besseren Schuss haben oder schneller sind. Ungewöhnlich ist, dass ich es trotz dieser vermeintlichen Schwächen in die Weltspitze geschafft habe, weil andere Dinge in meinem Spiel anscheinend so gut sind, dass es bisher für dieses Niveau gereicht hat“, erklärt Müller.

Krisenmanagement beim FC Bayern: Interne Gespräche

Zudem attestiert sich der Weltmeister selbst eine „gute mentale Einstellung“, die ihm helfe, im Profigeschäft zu überleben.  Daran ändere auch eine Minikrise wie zuletzt die drei sieglosen Spielen in Folge nichts, selbst wenn eine solche Serie beim FC Bayern „nicht so oft vorkommt und auch nicht so oft vorkommen soll“. Wie die Mannschaft auf so eine Situation reagiert? Mit vielen internen Gesprächen, verrät Müller, bittet aber um Verständnis, dass die Details nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien: „Wir würden uns vor laufenden Kameras sonst selbst zerfleischen.“

Zudem helfe auch die Art des neuen Bayern-Trainers Carlo Ancelotti, um solche Leistungsdellen zu überwinden. Der könne nämlich nicht nur lieb und nett sein, so Müller, sondern „auch bestimmend auftreten und laut werden, was vollkommen richtig ist. Gerade dann, wenn er das Gefühl hat, dass man den letzten Tick Entschlossenheit nicht sieht. Generell brülle der Italiener aber nicht wild herum, sondern konzentriere sich auf sachliche Dinge. „Er versucht, einem Selbstvertrauen zu geben statt draufzuhauen. Das kann ich also bestätigen und das ist auch genau der richtige Weg.“

So lange laufen die Verträge der Bayern-Stars

Die Ergebnisse geben Müller Recht: Mit dem 4:1 gegen Eindhoven in der Champions League und dem 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach befindet sich der Rekordmeister wieder auf Erfolgskurs.

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