Am Schluss schaute er in einer Kneipe

Ticketskandal in Turin: Auch ein Tatort-Star war betroffen

Auch Thomas Darchinger kam in Turin nicht ins Stadion.
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Auch Thomas Darchinger kam in Turin nicht ins Stadion.

München - Beim Hinspiel des FC Bayern bei Juventus Turin wurden nicht nur Fans im Block daran gehindert, das Stadion zu betreten. Auch ein "Tatort"-Star war betroffen.

Der Ticketskandal von Turin – er traf nicht nur die Bayernfans im Auswärtsblock. Auch Anhänger mit Eintrittskarten für andere Bereiche des Juventus Stadiums mussten draußen bleiben, unter ihnen Thomas Darchinger.  Der bekannte Schauspieler hatte sich mit einem Spezl auf den Weg nach Turin gemacht, über FCB-Anteilseigner Allianz erhielt der 52-Jährige zwei Sponsoren-­Tickets für das Spiel. Da die Eintrittskarten in Italien personalisiert werden müssen, schickten Darchinger und sein Bekannter fünf Tage vor der Partie Ausweiskopien an die Allianz, die diese weiter an die Slowak Telekom leiteten. Das Unternehmen trat vor Ort als Ticketdienstleister auf, berichtet Darchinger. Die Bestätigung erfolgte, die Karten wurden für die beiden im Hotel hinterlegt. Der Schock kam am Stadion.

„Wir mussten unsere Tickets mit dem aufgedruckten Barcode an einen kleinen Scanner halten“, so der Tatort-Star. „Der Apparat signalisierte, dass die Karten nicht personalisiert seien. Das bedeutete in dem Fall gleichzeitig, dass sie nicht gültig waren“, erzählt Darchinger der tz auch drei Tage später noch ungläubig. Von einer Freundin, die für die UEFA arbeitet, erfuhr er noch während des Spiels, dass selbst zahlreiche Gäste des Verbandes keinen Einlass ins Stadion erhielten, weil bei ihren Tickets das gleiche Problem auftrat.

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Was Darchinger am meisten ärgerte: Niemand nahm sich des Problems an, die Ordner reagierten ungehalten, teilweise gar aggressiv – englisch sprach auch kaum einer von ihnen. Die letzten 30 Minuten der Partie verfolgte er mit seinem Bekannten in einer Kneipe nahe des Stadions. Zwar drückten sowohl der FC Bayern als auch die Allianz ihr Bedauern aus, Darchinger nützte es jedoch nichts. Sein Fazit des Trips: „Sehr frustrierend.“

sw

Sven Westerschulze

Sven Westerschulze

E-Mail:Sven.Westerschulze@tz.de

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