Niederländer spricht über Comeback-Pläne

Robben: Alle fit? "Wird es wohl nie geben"

Arjen Robben, FC Bayern, Doha 2016, Trainingslager, Comeback
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Arjen Robben arbeitet an seinem Comeback.

Doha - Arjen Robben: zuerst verletzt, dann krank. Doch am Sonntag nahm der Niederländer am Mannschaftstraining teil und verrät seine Comeback-Pläne.

Seine Stimme ist immer noch beschlagen, verschnupft ist er ebenfalls. Na und? Nach vier Tagen allein im Zimmer hält es Arjen Robben nicht mehr aus. Der Holländer nahm am Sonntag zum ersten Mal in Doha wieder am Mannschaftstraining teil, machte die anderthalbstündige Einheit komplett mit. Wie lange die Fans noch auf den rasenden Holländer warten müssen, verrät er nach dem Training:

Herr Robben, was macht die Erkältung?

Robben: Ich bin froh, dass ich mal aus dem Hotel gekommen bin. Ich war jetzt drei, vier Tage auf dem Hotelzimmer, das war blöd.

Immerhin war es nur eine Erkältung.

Robben: Für mich war es dennoch blöd. Ich komme aus dem Urlaub zurück, in dem ich gut weitertrainiert habe, damit ich von Anfang an bei der Mannschaft dabei sein kann – und kriege dann so einen Virus. Dann hast du Grippe, Fieber und alles, was dazugehört, kannst nicht trainieren und verlierst wieder ein paar Tage.

Wie lange müssen Sie sich noch gedulden? Für die Saisonziele braucht es ja einen fitten Arjen Robben...

Robben: Na ja, wir brauchen eine fitte Mannschaft und einen fitten Kader. Wir brauchen alle Spieler bis zum Ende. Wir müssen alle miteinander versuchen, gut durchzukommen. Dass mal alle 24 Spieler fit sind, wird es wohl nicht geben.

Also lautet der Plan: Spätestens bis zum Finale in Mailand topfit!

Robben: Wenn ich erst dann fit bin, wäre es wohl ein bisschen spät. Ich habe das schon für vorher eingeplant. Obwohl: Ich plane eigentlich nichts. Ich will erst wieder gesund werden, wieder auf dem Platz stehen und alles andere kommt dann mit der Zeit von selbst. Das weiß ich, dafür bin ich schon zu lange dabei. Ich weiß, wie das funktioniert.

Wie haben Sie vernommen, dass Pep Guardiola seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird?

Robben: Wie alle anderen, glaube ich. Es ist eine traurige Nachricht, aber man wusste, dass es passieren kann und die Entscheidung so ausfallen konnte. Es ist schade, ich hätte auch gerne noch mit ihm weitergearbeitet, denn es ist doch ganz klar: Wir haben alle von ihm viel gelernt, er macht Spieler auch individuell besser, aber es ist noch nicht vorbei. Es liegt noch ein halbes Jahr mit ihm vor uns, das wir genießen und erfolgreich abschließen müssen.

Ist jetzt, wo man weiß, dass er gehen wird, irgendetwas anders?

Robben: Ja, es ist ganz anders. Er ist mit dem Kopf nicht mehr dabei (lacht). Nein, warum sollte denn etwas anders sein? Dafür haben wir zu viel Erfahrung, glaube ich. Im Fußballgeschäft ist es nun mal so: Spieler kommen und gehen, das gilt genauso für Trainer. Wir müssen weiterarbeiten, und das tun wir mit nur einem Ziel: Erfolg zu haben in dieser Saison. Nur darauf dürfen wir die Gedanken setzen, dafür haben wir auch die Mannschaft.

lop

José Carlos Menzel López

José Carlos Menzel López

E-Mail:carlos.menzel-lopez@tz.de

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