Was der Transfer bedeuten würde

Ibrahimovic zum FC Bayern: Einiges spricht für einen Wechsel

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Finden Carlo Ancelotti (l.) und Zlatan Ibrahimovic beim FC Bayern wieder zusammen?

München - Der FC Bayern turtelt mit Zlatan Ibrahimovic. Was ist dran an einem möglichen Transfer? Und was würde dem Rekordmeister eine Verpflichtung des Superstars bringen? 

Der FC Bayern hat Gespräche mit Zlatan Ibrahimovic aufgenommen - diese Nachricht schlug am Dienstag wie eine Bombe ein. Der schwedische Superstar beim deutschen Rekordmeister - für den neuen Trainer Carlo Ancelotti offenbar eine durchaus vorstellbare Konstellation. Schließlich arbeitete der Italiener bereits bei Paris St. Germain erfolgreich mit dem Kultstürmer zusammen.

"Er ist der geborene Anführer, deshalb wollte ich ihn nach Paris holen. Er hat einfach die richtige Mentalität. Er wurde direkt zum Anführer auf dem Platz und in der Kabine", schwärmt Ancelotti von Ibrahimovic.

Ibrahimovic angeblich mit Manchester United einig

In England geht man allerdings davon aus, dass Ibrahimovic zu Manchester United wechselt. Am Dienstag vermeldete Sky Sports , dass sich "Ibra" mit den Red Devils auf einen Einjahresvertrag geeinigt hätte, die medizinische Untersuchung und die Unterschrift sollen nach der EM erfolgen.

Doch wie passt das zusammen mit Zlatans Erfolgsansprüchen? "Ich will die Champions League gewinnen - und zwar bald", hatte Ibrahimovic unlängst bei der Vorstellung seiner Modelinie verkündet. Da bleiben nicht viele Klubs. Manchester United scheidet aus, weil die Engländer aktuell nicht mal für die Königsklasse qualifiziert sind. Bei Manchester City trainiert künftig Ibrahimovics Erzfeind Pep Guardiola. Real Madrid hat Cristiano Ronaldo plus Gareth Bale und Karim Benzema, Barcelona "Zwerg Lionel Messi" (O-Ton Ibrahimovic) sowie Neymar und Luis Suárez. Bei den Katalanen spielte Ibrahimovic bereits in der Saison 2009/10, schied dann aber im Streit mit Guardiola aus dem Verein. Atlético? Zu wenig Glamour für einen Mann wie Ibrahimovic! Italien? "Man kehrt nicht dorthin zurück, wo man Geschichte geschrieben hat", sagte er gerade erst in GQ in Bezug auf den AC Mailand. Was bleibt also? Der FC Bayern!

Ibrahimovic garantiert dem FC Bayern weltweite Aufmerksamkeit

Unmöglich? Der exzentrische Superstar in der Bundesliga beim Rekordmeister? Was auf den ersten Blick ziemlich unrealistisch erscheint, ist bei näherer Betrachtung gar nicht so weit weg. Ein Transfer könnte, abgesehen von der unbestrittenen sportlichen Qualität von Ibrahimovic, die (Welt-)Marke FC Bayern in den wichtigen ausländischen Märkten enorm stärken. Nur Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, die beide nicht zu haben sind, garantieren weltweit eine ähnliche Aufmerksamkeit wie Zlatan.

Finanziell wäre das Risiko für die Bayern auch überschaubar. Der 34-Jährige ist ablösefrei, sein enormes Gehalt plus Handgeld (zusammen geschätzt 25 Millionen Euro) könnten die Münchner aus der Portokasse bezahlen. Rein sportlich gehört Ibrahimovic trotz seiner inzwischen 34 Lenze noch immer in die Kategorie Weltklasse. Sollte Robert Lewandowski im Sommer doch noch zu Real Madrid wechseln, wäre der Schwede ein adäquater Ersatz. Sollte Lewandowski bleiben, könnte beide auch zusammen im Bayern-Sturm auflaufen, Ibrahimovic dann in leicht hängender Position.

Die Transfergerüchte rund um den FC Bayern

Und: Der neue Bayern-Trainer Carlo Ancelotti ist ein glühender Fan des Angreifers, der Paris St. Germain nach vier Jahren definitiv verlassen wird. Eine Anekdote, wie die beiden bei PSG miteinander klar kommen, ist in der im riva-Verlag erschienen, von Detlef Vetten verfassten Biografie "Carlo Ancelotti" nachzulesen:

Bei einem der ersten Aufeinandertreffen versucht der ungebärdige Ibrahimovic den Coach aus der Reserve zu locken. Man kennt sich noch nicht so gut, und Zlatan stolziert auf den Herrn im Anzug zu. "Glaubst du an Jesus", fragt er ihn.

Ancelotti ist kaum überrascht. Denkt kurz nach. Sagt: "Ja." "Na, dann ist ja gut." Ibrahimovic legt noch eins drauf. "Sehr gut, also glaubst du an mich. Du kannst dich jetzt entspannen."

Der Italiener mag den streitbaren Offensivstar. "Ibrahimovic ist ein sehr lustiger Mensch. Er scherzt sehr gerne, veräppelt gerne. Aber das Bild, das die Leute von ihm haben, ist verkehrt. So wie alle großen Meister ist er topprofessionell, ein Winnertyp, ein Kämpfer. Und ein Führer innerhalb der Mannschaft. Ich glaube, dass er einer der wenigen Stürmer ist, denen es eher gefällt, einen guten Pass zu geben, als ein Tor zu schießen", zitiert ihn die Sportbild.

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