Aufreger am Rande der Double-Party

Hoeneß: Verbaler Rundumschlag wegen Pep Guardiola

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Uli Hoeneß fordert mehr Respekt bei der Beurteilung von Pep Guardiolas Leistung.

München - Uli Hoeneß war am Sonntag mit dabei auf dem Marienplatz, als der FC Bayern seinen Pokalsieg mit den Fans feierte. Und präsentierte sich in Sachen Guardiola genauso angriffslustig, wie man ihn aus einen besten Zeiten kennt.

Update vom 19. Juli 2016: Erleben wir bald wieder mehr öffentliche Auftritte von Uli Hoeneß? Er hat angekündigt, sich bis Ende Juli zu seiner Zukunft beim FC Bayern zu erklären. Wir zeigen die wichtigsten Fragen und Antworten zu einer möglichen Hoeneß-Rückkehr.

Seit seiner vorzeitigen Haftentlassung hat sich Uli Hoeneß merklich zurückgehalten in Sachen öffentliche Auftritte und Reden. Der wegen Steuerhinterziehung Verurteilte schien die Verbalkeule in der Gefängniszelle zurückgelassen zu haben. Allerdings nimmt Hoeneß derzeit auch kein offizielles Amt beim FC Bayern ein, der Ex-Präsident überlegt noch, ob es für ihn eine Zukunft beim Rekordmeister gibt und wenn ja, wie diese aussehen soll.

Uli Hoeneß: Eine hervorragende Zeit mit Pep Guardiola und dem FC Bayern

Trotzdem war der "Mister FC Bayern" natürlich am Sonntag mit dabei auf dem Marienplatz, als der FC Bayern mit seinen Fans das gerade errungene Double aus Meisterschaft und Pokal ausgiebig feierte. Und dabei blitzte kurz der "alte Uli Hoeneß" auf, wie er den fußballinteressierten Menschen vor dem Antritt seiner Haftzeit im Gedächtnis geblieben war.

Gefragt nach seiner persönlichen Bilanz zum Wirken Pep Guardiolas an der Säbener Straße verteidigte Hoeneß den spanischen Trainer wie eine Löwen-Mutter ihre Jungen. "Es hat mir gefallen, wie emotional dieser Abschied gelungen ist. Und mit diesem Triumph, eine weiteres Double gewonnen zu haben, hat er den richtigen Schlusspunkt gesetzt unter eine, wie ich finde, hervorragende Zeit", begann Hoeneß seine Lobrede auf Guardiola und holte dann zum verbalen Rundumschlag gegen Peps Kritiker aus.

Bilder: So wild feierten die Bayern auf dem Marienplatz

"Ich glaube, dass - gerade in den Medien - die Zeit von Pep Guardiola völlig falsch dargestellt wurde. Er hat dem FC Bayern sehr viel gegeben. Wir haben einen Trainer erlebt, der in drei Jahren drei Meisterschaften und zwei Pokalsiege geholt und drei Mal das Champions-League-Halbfinale erreicht hat. Diejenigen, die das kritisch gesehen haben, sollten alle mal etwas weniger arrogant sein, was man ja sonst immer dem FC Bayern vorwirft", pestete der Ex-Präsident in gewohnter Manier. Guardiola habe dem deutschen Rekordmeister mehr denn je "dabei geholfen, eine internationale Marke zu sein".

Hoeneß war derjenige, auf dessen Betreiben hin der FC Bayern Guardiola überhaupt verpflichtet hatte. Während Guardiolas einjähriger Auszeit nach seinem Abschied beim FC Barcelona hatte Hoeneß den Coach im Dezember 2012 in New York besucht und ihm einen Wechsel zum FC Bayern erst schmackhaft gemacht. Ohne Hoeneß' Eingreifen wäre Guardiola wohl schon 2013 dem Lockruf des ganz großen Geldes erlegen und in die englische Premier League gewechselt. Nicht verwunderlich also, dass sich der 64-Jährige am Sonntag so für Pep Guardiola in die Bresche warf.

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