Erste Reise mit Carlo Ancelotti

USA-Trip: FCB in Richtung Chicago gestartet

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Mit den Bayern in die USA: Carlo Ancelotti tritt seine erste Reise mit dem FCB an.

München - 15.000 Flugkilometer, drei Top-Testspiele und viele PR-Termine: Der FC Bayern hat seine zweite US-Tour in einem speziellen Flieger gestartet.

Franck Ribéry bestieg besonders gestylt den Bayern-Flieger. Seine in die Frisur rasierte Trikotnummer 7 war zum Start der USA-Reise des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei weitem nicht so gut sichtbar wie das überlebensgroße Konterfei des Publikumslieblings auf dem Rumpf der Sondermaschine, aber eines unterstrich die Zahl vor dem Abflug am Montagmittag allemal: Ribéry ist nach zwei Jahren mit Pech und Pausen angriffslustig und besonders heiß auf die erste Saison unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti.

Lächelnd posierte der Franzose kurz vor dem Abflug zusammen mit Kapitän Philipp Lahm vor der frisch verzierten Maschine, auf dem das Vereinswappen und zehn Bayern-Stars in Übergröße abgebildet sind. Vor der elftägigen Vorbereitungsetappe in den USA mit Testspielen gegen den AC Mailand, Inter Mailand und Real Madrid strahlte Ribéry nach zwei Wochen unter Ancelotti allerbeste Laune aus.

Ribéry lobt Ancelotti - und umgekehrt

„Unter Ancelotti spüre ich endlich wieder Vertrauen, er ist ein großartiger Trainer. Ich brauche Menschen wie ihn, Jupp Heynckes oder Ottmar Hitzfeld“, sagte der 33-Jährige im „kicker“. „Es kommt auf Dinge wie Vertrauen, Respekt und Nähe an, dann kann ich nicht nur 100 Prozent geben, sondern 150 Prozent.“ Die Kritik an Ancelotti-Vorgänger Pep Guardiola war unüberhörbar.

Ancelotti verkündete nach den guten Eindrücken von Ribéry in den bisherigen Trainings- und Testtagen ebenso schon große Wertschätzung. „Er ist ein fantastischer Spieler“, sagte der Italiener. Ancelotti ist für seinen feinfühligen Umgang mit Stars ohnehin bekannt.

Für den in den vergangenen zwei Jahren lange verletzten und leidgeprüften Gefühlsfußballer Ribéry zählt jetzt die Tour mit den Stationen Chicago, Charlotte, New York - und dann eine Saison mit vielen Einsätzen, Tricks und Titeln. „Mit Ancelotti können wie Großes schaffen. Ich freue mich schon sehr darauf, dass es endlich los geht“, frohlockte Ribéry, dessen Vertrag am Saisonende nach dann zehn Jahren beim Verein ausläuft. Ancelotti sei ein Geschenk für den Club.

15.000 Flugkilometer binnen weniger Tage

Rund 15.000 Flugkilometer, ordentlich Trainingseinheiten und zahlreiche PR-Termine stehen für den Bayern-Tross um Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in den Staaten an. Nicht mit an Bord des Sonderfliegers war Ex-Präsident Uli Hoeneß, der sich über die Rückkehr ins Bayern-Amt noch nicht geäußert hat.

„Es wird eine intensive Zeit und eine interessante Reise“, sagte Kapitän Lahm ungeachtet der erheblichen Strapazen. Ancelotti muss auf der Fernreise im sportlichen Bereich improvisieren. Die deutschen Nationalspieler wie Manuel Neuer oder Neuzugang Mats Hummels befinden sich ebenso noch in Urlaub wie die weiteren EM-Teilnehmer Robert Lewandowski, Kingsley Coman und Europameister Renato Sanches. Dazu fallen die verletzten Arjen Robben und Douglas Costa aus.

„Natürlich hätte ich lieber alle da“, sagte Ancelotti. Mit Blick auf die am 26. August startende Liga-Saison sei für die noch urlaubenden Stars aber „Erholung wichtig“. Ancelotti füllt das Ensemble um Lahm, Ribéry, Xabi Alonso, Javi Martínez oder David Alaba mit etlichen Akteuren aus der zweiten Reihe auf. „Riesig. So etwas mitmachen zu dürfen, ist einfach eine super Sache. Es wird ein Mega-Erlebnis“, schwärmte Verteidiger Nicolas Feldhahn. „Jeder Tag wird ein absolutes Erlebnis und für mich unvergesslich sein.“

Alle Entwicklungen aus den USA bekommen Sie in unserem FC-Bayern-USA-Ticker.

dpa

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